Wirtschaft

Existenzgründung für Ältere DIHK entdeckt die Erfahrung

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) hat sich dafür ausgesprochen, die Existenzgründung für ältere Arbeitnehmer zu erleichtern.

winemaker.jpgDie Zahl der Selbstständigen werde sich bis 2050 demografiebedingt um etwa 500.000 verringern, sagte DIHK-Präsident Hans Heinrich Driftmann der "Rheinpfalz am Sonntag". Wenn nicht gegengesteuert werde, drohten mehr als eine halbe Millionen Jobs verloren zu gehen. Er forderte, künftig stärker als bisher die über 50-Jährigen für die unternehmerische Selbstständigkeit zu begeistern. Deutschland könne es sich nicht leisten, "die großen Potenziale älterer Existenzgründer brach liegen zu lassen". Derzeit gebe es in der Altersgruppe der 30- bis 39-Jährigen mit Abstand die meisten Existenzgründungen.

Gerade die Älteren hätten aber durch ihre lange Berufserfahrung ein wertvolles Startkapital für die Gründung eines eigenen Unternehmens, sagte Driftmann. Sie verfügten über gute Branchenkenntnisse, wüssten Märkte und Trends einzuschätzen und könnten bestehende Kontakte für den neuen Lebensabschnitt als Unternehmer gut nutzen. Hinzu komme ihre höhere Lebenserfahrung und der Umgang mit Konflikten, was sich für die Führung eines Unternehmens als enorm hilfreich erweise, sagte der DIHK-Präsident.

Vorteil Lebensalter

Rund 78 Prozent der IHK-Existenzgründungsberater bestätigten, dass ältere Gründer gegenüber Jüngeren Startvorteile besäßen.

Eine Hürde sei derzeit immer noch der bürokratische Aufwand. So sollten die Industrie- und Handelskammern die Möglichkeit erhalten, den künftigen Unternehmern eine Gewerbeanmeldung anzubieten, sagte Driftmann.

Quelle: ntv.de, mmo/AFP