Wirtschaft

Parfümhersteller in der Krise Der Justin-Bieber-Duft ist out

AP669786399491.jpg

Elizabeth Arden verkauft unter anderem Produktreihen von Justin Bieber, Elizabeth Taylor oder Britney Spears.

(Foto: AP)

Elizabeth Arden ist das Unternehmen hinter vielen Promi-Parfüms - doch deren Absatzzahlen brechen ein. Nun steht bei dem Kosmetikhersteller ein dreistelliger Millionenverlust zu Buche. Dabei leihen viele bekannte Stars den Produkten ihre Namen.

Taylor Swift und Justin Bieber ziehen nicht mehr - zumindest bei Parfüms. Weil sich die Marken der Sänger nicht mehr so gut verkaufen, brach der Umsatz beim Hersteller Elizabeth Arden im vierten Geschäftsquartal um 28 Prozent auf 191,7 Millionen Dollar (143,94 Millionen Euro) ein. Das war der stärkste Rückgang in zehn Jahren.

Zudem warnte der Kosmetik-Konzern davor, dass der Trend in den nächsten sechs Monaten anhalten werde. Anleger reagierten entsetzt und flüchteten in Scharen. Die Aktie brach zu Handelsbeginn in New York um 23 Prozent ein.

Elizabeth Arden will sich neu aufstellen

Das Unternehmen hat wegen steigender Verluste einen umfassenden Umbau eingeleitet. Im abgelaufenen Quartal summierte sich der Fehlbetrag auf 156 Millionen Dollar. Vor einem Jahr lag das Minus lediglich bei fünf Millionen Dollar.

Elizabeth Arden verkauft unter anderem Produktreihen von Elizabeth Taylor oder Britney Spears. Marken, die wenig Gewinne versprechen, schmiss der Konzern aus dem Programm. Das wiederum verschreckte den südkoreanischen Konkurrenten Household & Health Care, der die geplante Übernahme von Elizabeth Arden im Juni platzen ließ.

Nun steigt der Finanzinvestor Rhone Capital mit 50 Millionen Dollar ein und erhält dafür 7,6 Prozent der Firma. Der Anteil soll schrittweise erhöht werden, aber nicht mehr als 30 Prozent betragen.

Quelle: ntv.de, kst/rts

ntv.de Dienste
Software
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.