Wirtschaft
Gründung von Zwischenholdings in den USA.
Gründung von Zwischenholdings in den USA.(Foto: picture alliance / dpa)
Montag, 24. Februar 2014

Reaktion auf Fed-Regelwerk: Deutsche Bank reduziert US-Bilanz

Internationale Großbanken müssen in den USA künftig erheblich verschärfte Kapitalvorschriften befolgen. Die Deutsche Bank zieht daraus ihre Schlüsse und will ihre Geschäftsbereiche anderweitig ansiedeln.

Die Deutsche Bank plant wegen der neuen Regeln in den USA für Auslandsbanken einem Bericht zufolge die Reduzierung ihrer dortigen Bilanz. Um die Bilanzsumme um ein Viertel auf 300 Milliarden Dollar zu senken, sollten verschiedene Geschäftsbereiche anderweitig angesiedelt werden, berichtete die "Financial Times".

Nach Angaben des Blattes zählen dazu etwa die Aktivitäten des Geldinstituts in Mexiko oder die in Frankfurt und Tokio ansässigen Repo-Geschäfte (Rückkaufvereinbarungen), die jedoch der Bilanz in den USA zugeschlagen werden. Diese könnten nun Europa oder Asien zugeordnet werden.

Die Repo-Geschäfte in den USA, mit denen sich Banken gegenseitig finanzieren, könnten zudem erheblich zurückgefahren werden. Eine Rückkaufvereinbarung oder Repo (englische Kurzform für Sale and Repurchase Agreement) ist ein kurzfristiges Finanzierungsinstrument mit einer Laufzeit von im Allgemeinen nicht mehr als einem Jahr, häufig sogar nur wenigen Tagen oder einer Nacht (sogenannte Overnight-Repo).

Gelassenheit in Frankfurt

Internationale Großbanken müssen in den USA künftig erheblich verschärfte Kapitalvorschriften befolgen. Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) verabschiedete vergangene Woche ein Regelwerk, das 15 bis 20 ausländische Institute zwingt, eigene Zwischenholdings in den USA zu gründen, in denen ihr Geschäft dort gebündelt ist.

Diese müssen eigenständig mit Eigenkapital und den nötigen Barmitteln ausgestattet werden. Die Deutsche Bank gab sich gelassen. Finanzchef Stefan Krause sagte der Zeitung, das Geldhaus werde die neuen Vorschriften erfüllen.

Quelle: n-tv.de