Wirtschaft

E-Bike-Markt boomt Deutsche geben mehr Geld fürs Rad aus

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4,3 Millionen Räder wurden vergangenes Jahr in Deutschland verkauft.

(Foto: imago images / Michael Kneffel)

Sieben Milliarden Euro setzte die Fahrradbranche im vergangenen Jahr um. Vor allem immer mehr E-Bikes verlassen die Läden. Zudem lassen sich die Kunden ihr Rad zunehmend was kosten.

Angetrieben vom Boom bei E-Bikes ist der deutsche Fahrradmarkt im vergangenen Jahr weiter gewachsen. Insgesamt wurden mehr als 4,3 Millionen Räder und E-Bikes an die Kunden übergeben. Das waren sechs Prozent mehr als im Vorjahr, wie der Zweirad-Industrie-Verband mitteilte. Während die Verkäufe von E-Bikes um gut ein Drittel zulegten, wurde bei Fahrrädern ein Rückgang von knapp acht Prozent verzeichnet.

Die Branche setzte deutschlandweit mit 4,2 Milliarden Euro ein Drittel mehr um. Zusammen mit dem Komponenten- und Zubehörbereich summieren sich dem Verband zufolge die Einnahmen auf rund sieben Milliarden Euro. Die deutliche Umsatzsteigerung ist demnach vor allem auf den hohen Absatz von E-Bikes zurückzuführen - sie kosten im Schnitt deutlich mehr als herkömmliche Räder.

Im Schnitt gaben Kunden im vergangenen Jahr pro Rad 982 Euro aus - ein Fünftel mehr als 2018. Allerdings sei auch der Durchschnittspreis des klassischen Fahrrads gestiegen, erklärte der Verband. Damit setze sich der Trend zu Markenprodukten und Fahrzeugen mit hoher Qualität wie schon in den Jahren zuvor fort. Insgesamt liegt der Marktanteil von E-Bikes am Gesamtfahrradmarkt inzwischen bei 31,5 Prozent.

Die "sehr positive Entwicklung" des Fahrrad- und E-Bike-Marktes zeige, "dass Themen wie nachhaltige Mobilität, Gesundheit und Spaß am Radfahren in der deutschen Gesellschaft und Politik angekommen sind", erklärte Siegfried Neuberger, Geschäftsführer des Zweirad-Industrie-Verbandes. "Wir sind sicher, dass sich dieser positive Trend fortsetzen wird", fügte er hinzu. Allerdings könne der negative Einfluss des Coronavirus auf die Lieferkette "bisher noch nicht abschließend eingeschätzt werden". China ist für die Fahrradbranche ein bedeutender Produktions- und Zulieferstandort.

Quelle: ntv.de, jwu/AFP