Wirtschaft

Gutes Aussehen ist nicht alles Douglas traut sich was

Das Weihnachtsgeschäft beschert Douglas einen Umsatzsprung und lässt die Konzernführung für das gesamte Geschäftsjahr frohlocken. Analysten sind da schon skeptischer und auch die Anleger halten sich trotz angekündigter Dividende zurück. Der Kurs sinkt.

douglas.jpg

Schöne Aussichten: Erlöswachstum soll bei Douglas anhalten.

(Foto: picture alliance / dpa)

Der Handelskonzern Douglas traut sich nach einem Umsatzplus aus dem Weihnachtsgeschäft in seinem Geschäftsjahr 2010/11 mehr Erlöse und Gewinn zu. Douglas wolle im laufenden Geschäftsjahr den Umsatz um zwei bis vier Prozent steigern und ein Ergebnis vor Steuern von "rund 140 Mio. Euro" einfahren, kündigte Konzernchef Henning Kreke an. Im abgelaufenen Geschäftsjahr (per Ende September) hatte Douglas bei einem Umsatz von 3,3 Mrd. Euro ein Ergebnis vor Steuern von 131 Mio. Euro (VJ: 103 Mio. Euro) und einen Gewinn von 75,9 Mio. Euro erreicht. Die Aktionäre sollen wie im Vorjahr eine Dividende von 1,10 Euro je Aktie erhalten.

Der Markt nahm die Zahlen und den Ausblick nur verhalten auf. Die papiere rutschen in einem positiven Gesamtumfeld rund ein Prozent ins Minus.

Im Weihnachtsgeschäft vor Metro

Douglas konnte im Weihnachtsgeschäft im deutschen Heimatmarkt trotz des Wintereinbruchs ein deutliches Umsatzplus von insgesamt 5,5 Prozent verbuchen. Das auf Kosmetik- und Parfümerie-Artikel spezialisierte Unternehmen schnitt damit deutlich besser als der Einzelhandelskonzern  Metro mit seinen Marken "Galeria Kaufhof", "Saturn", "Media Markt" oder "Real" ab, der in Deutschland ein Umsatzminus verbucht hatte.

Mit seinen Gewinnzahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr lag Douglas aber am unteren Ende der Erwartungen von Analysten. Diese hatten im Durchschnitt mit einem Ergebnis vor Steuern von 136 Mio. Euro gerechnet.

Ausstieg aus russischem Markt

Von seinen Parfümerien in Russland hat sich Douglas Kreke zufolge getrennt. Die 32 Filialen mit einem Jahresumsatz von rund 55 Mio. Euro seien an die Rustiset Holdings veräußert worden.

Noch im vergangenen Oktober hatte Douglas angekündigt, in Russland expandieren zu wollen. Nun hieß es, der Konzern könne die angestrebte Marktführerschaft dort aus eigener Kraft nicht erreichen.

Quelle: n-tv.de, rts