Wirtschaft

Konkurrenz für Nabucco-Pipeline EDF steigt bei South Stream ein

Das russische Erdgasprojekt South Stream erhält Verstärkung aus Frankreich. Der weltgrößte Atomstromproduzent Electricite de France (EDF) werde sich an der Pipeline beteiligen, sagte der Chef des italienischen Energiekonzerns ENI, Paolo Scaroni.

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Wladimir Putin und Nicolas Sarkozy

(Foto: REUTERS)

Russlands Ministerpräsident Wladimir Putin und der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy hätten die Unterzeichnung einer Absichterklärung bereits ins Auge gefasst. Der staatliche russische Erdgasriese Gazprom und ENI sind derzeit Partner bei dem Gemeinschaftsprojekt. Die beiden Konzerne hatten seit Monaten eine EDF-Beteiligung unterstützt.

South Stream ist ein Konkurrenzprojekt zur Nabucco-Pipeline, mit der sich Europa aus der Abhängigkeit von russischen Energielieferungen lösen will. Die Gasleitung soll durchs Schwarze Meer geführt werden. Damit würde Russland die Ukraine und andere frühere Sowjet-Staaten umgehen und müsste keine Transit-Gebühren mehr zahlen, die zuletzt regelmäßig zu Lieferschwierigkeiten führten. Die Durchleitungskapazität soll im Endausbau 63 Mrd. Kubikmeter im Jahr betragen. Die Kosten werden auf mehr als zehn Milliarden Euro geschätzt. South Stream soll 2015 betriebsbereit sein.

Europa erhält ein Viertel seines Erdgases aus Russland. Nabucco soll den Kontinent mit dem kaspischen Raum verbinden und wird von einem Konsortium unter Führung der österreichischen OMV gebaut.

Quelle: n-tv.de

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