Wirtschaft

Random House und Penguin EU winkt Verlagsriesen durch

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(Foto: picture alliance / dpa)

Bertelsmann und die britische Pearson-Gruppe bekommen grünes Licht von Europas Wettbewerbshütern, um Teile ihrer Verlagsgeschäfte zusammenzulegen. Damit könnte schon bald der größte Publikumsverlag der Welt entstehen. Doch ganz in trockenen Tüchern ist das Geschäft noch nicht.

Die Fusion von Random House und Penguin zum größten Publikumsverlag der Welt hat eine wichtige Hürde genommen: Die EU hat den Zusammenschluss ohne Auflagen genehmigt. Die Gründung von Penguin Random House gibt nach Einschätzung der Wettbewerbshüter keinen Anlass zu wettbewerbsrechtlichen Bedenken. In dem neuen Unternehmen sollen Teile der Verlagsgeschäfte des deutschen Medienkonzerns Bertelsmann und der britischen Verlagsgruppe Pearson zusammengeführt werden.

Penguin Random House werde weiterhin mit mehreren starken Wettbewerbern konkurrieren, schrieb die Aufsichtsbehörde. Das Vorhaben würde den wirksamen Wettbewerb im europäischen Wirtschaftsraum daher nicht erheblich behindern. In den USA hatte das Justizministerium als Kartellbehörde die Megafusion bereits im Februar genehmigt, im März hatten die Wettbewerbshüter in Australien und Neuseeland zugestimmt.

Abschluss noch 2013

Bertelsmann begrüßte die Entscheidung der EU-Kommission. "Sie markiert eine weitere wichtige Etappe auf dem Weg zur Vollendung der geplanten Transaktion", teilte das Unternehmen mit. Weitere Kartellbehörden in verschiedenen Teilen der Welt müssen noch zustimmen, darunter etwa in Kanada oder China. Beide Unternehmen seien zuversichtlich, die ausstehenden Genehmigungen noch in diesem Jahr zu erhalten, hieß es. In der zweiten Jahreshälfte 2013 soll die Fusion abgeschlossen sein.

An der geplanten weltweiten Verlagsgruppe für Belletristik und Sachbücher soll Bertelsmann 53 Prozent und Pearson 47 Prozent der Anteile halten. Penguin Random House wird alle englischsprachigen Verlagseinheiten der Bertelsmann-Tochter Random House in den USA, Kanada, dem Vereinigten Königreich, Australien, Neuseeland, Indien und Südafrika sowie die spanischsprachigen Random-House-Verlage in Spanien und Lateinamerika umfassen. Die deutsche Verlagsgruppe Random House bleibt bei Bertelsmann.

Der Nachrichtensender n-tv gehört als Tochterunternehmen der RTL Group zu Bertelsmann.

Quelle: ntv.de, dpa