Wirtschaft

Finanzbranche nicht über dem Berg EZB sendet Warnsignal

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(Foto: picture-alliance/ dpa)

Trotz der Milliardengewinne von Großbanken sieht die Europäische Zentralbank (EZB) weiter Risiken für die Finanzbranche. Die Stabilität des Finanzsystems habe sich zwar weltweit verbessert. Es drohe aber die Gefahr von Kreditausfällen bei Unternehmen und privaten Haushalten, teilte die EZB mit. Die hohe Staatsverschuldung sei ein weiterer Grund zur Sorge. Diese könnte private Investitionen verdrängen.

Speziell in der Eurozone bestehe die Gefahr, dass die Erholung der Profitabilität der Banken sich als nicht nachhaltig erweisen könnte, schreibt die EZB in ihrem am Freitag veröffentlichten Stabilitätsbericht. Zudem könnte es bei einer ungünstiger als erwartet verlaufenden gesamtwirtschaftlichen Entwicklung zu Rückschlägen kommen.

Aber auch die immer noch hohe Kreditvergabe der Banken im Immobiliensektor und an Osteuropa stelle ein Risiko dar. So habe die EZB ihre Schätzung für die Abschreibungen der Banken in der Eurozone in den Jahren 2007 bis 2010 von bisher 488 Milliarden Euro auf 553 Milliarden Euro angehoben.

Unter anderem die Konjunkturpakete und die bessere wirtschaftliche Entwicklung hätten das Finanzsystem aber gestärkt, schreibt die EZB: "Die außergewöhnlichen Hilfsmaßnahmen der Notenbanken und Regierungen seit Ende letzten Jahres haben erfolgreich das Vertrauen und die Widerstandsfähigkeit des Finanzsystems gestärkt."

Quelle: ntv.de, wne/dpa

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