Wirtschaft

Welt-Handelsindex EZB wird den Welthandel anschieben

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Anders als die Weltbank kommt die Analyse zum Welt-Handelsindex zum Ergebnis, dass die Weltwirtschaft in diesem Jahr an Dynamik zulegen wird!

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Dr. Markus C. Zschaber

Die Ukrainekrise sowie das kalte Wetter zu Beginn des Jahres 2014 in den USA haben zwar temporäre Bremswirkungen mit sich gebracht, allerdings geht Markus C. Zschaber, Chef der gleichnamigen Vermögensverwaltung und Konstrukteur des Welthandelsindex, davon aus, dass bereits im zweiten Quartal, vor allem aber im dritten Quartal Aufholeffekte stattfinden: "Wir halten an unserer zentralen Einschätzung fest, dass sich das Wachstum der Weltwirtschaft, getrieben durch einen anziehenden Handel weltweit im aktuellen Jahr und im kommenden Jahr spürbar beleben wird. Dies geht aus den Detailanalysen des Welt-Handelsindex deutlich hervor. Gerade die binnenwirtschaftliche Nachfrage in den USA, Asien und in Teilen Europas verdeutlichen die zunehmenden Handelsaktivitäten. Insofern haben uns die wirklich guten Auslieferungszahlen von FedEx nicht überrascht."

Unterstützend wirkt das unkonventionelle Auftreten der Notenbanken rund um den Globus. "Die globale Geldpolitik setzt alle Hebel in Bewegung der Weltwirtschaft neue Dynamik einzuflößen. Das bedeutet, die Notenbanken betreiben Konjunkturpolitik. Spätestens mit den jüngst angekündigten Maßnahmen der EZB tritt diese wieder in die Fußstapfen ihrer Pendants" ist sich Markus C. Zschaber sicher. Ein Novum ist allerdings, dass eine große Notenbank jetzt auch negative Zinsen verlangt, wenn Banken sich erlauben, Liquidität bei der EZB zu parken. "Die Botschaft ist klar – billiges Geld wird noch auf Jahre hinaus erhalten bleiben und den bereits üppigen Liquiditätsmantel weiter mit frischem Kapital unterfüttern. Dies wird eine Beschleunigung der Weltwirtschaft hervorrufen", ist sich Markus C. Zschaber sehr sicher.

Zwar zeigen sich aktuell noch aus den Schwellenländern heterogene Nachfrage- und Produktionszyklen, dies sollte aber nach Angaben des Vermögensverwalters durch eine dynamische US-Konjunktur und eine sich stabilisierende Euro-Wirtschaft und der horrenden Bereitstellung an Liquidität durch die relevanten Notenbanken kompensiert werden. "Ich sehe die Potenz in der Weltwirtschaft in diesem Jahr die 4% Wachstumshürde zu erreichen, da die USA, als größte Volkwirtschaft der Welt, gerade hinsichtlich der privaten Nachfrage einen Sprung nach vorne machen wird", so Zschaber weiter. Der größte Konsument der Welt wird somit die Lokomotive des Welthandels darstellen.

Die Eurozone sieht der Vermögensverwalter weiter im Aufwind: "Zwei elementare Faktoren sind meines Erachtens für die konjunkturelle Dynamik in der Eurozone verantwortlich: Zum einen steigen die Investitionen, da die Unternehmen in Sachen Nettoverschuldung Tiefstwerte erreicht haben, ihre Bilanzqualität massiv gesteigert haben und jetzt wieder vermehrt bereit sind Geld auszugeben. Welches im Übrigen auch mit den privaten Konsumausgaben korreliert und einen wiedererstarkten Binnenhandel demonstriert. Zum anderen floriert der Außenhandel zunehmend, da die Konkurrenzfähigkeit der Eurozone im Vergleich zum Rest der Welt schlicht und einfach sich verbessert hat, durch die teilweisen dramatischen Anpassungsprozesse aus den Vorjahren", so Zschaber.

Hinzu käme, dass sich das wieder etwas freundlichere außenwirtschaftliche Umfeld günstig auf die Dynamik im Welthandel weiter auswirkt. "Davon profitiert nicht zuletzt auch die Weltindustrieproduktion und damit der globale Investitionsgüterzyklus. Wir haben immer noch erhebliche Untersättigungseffekte in der Weltwirtschaft aufgrund der Krisen aus den letzten Jahren. Wenn unsere Analyse richtig liegt, sollten sich die Kapazitäten im verarbeitenden Gewerbe weiter erhöhen. Dies ist als Reaktion auf die robuste Nachfrage entlang der gesamten internationalen industriellen Wertschöpfungskette zu verstehen und damit als die wichtigste Beweisführung für den expansiven Status, welchen wir seit einigen Monaten erkennen", konstatiert der Kölner Vermögensverwalter.

Davon sollte nicht zuletzt Deutschland beziehungsweise die deutsche Industrie wesentlich profitieren können. Mit der zunehmenden internationalen Verflechtung der Handelsströme werden weitere Automatisierung und Flexibilisierung der Produktionsstruktur immer bedeutsamer. Exakt hier gilt die deutsche Industrie als positionsstark und wettbewerbsfähig, so dass der Trend - Deutschland wird zum Lieferant der Globalisierung - weiter zunehmen wird.

"Deutschland ist und bleibt industrielles Schwergewicht und erwirtschaftet mit rund einem Drittel der industriellen Wertschöpfung den Löwenanteil der EU. Mein Team und ich sehen sehr gute Chancen gerade im Bereich intelligente Verfahren und Produktionsprozesse unter dem Deckmantel der Vollautomatisierung, da dies die industrielle Antwort sein wird auf die steigende Komplexität, was wiederum dem Effizienzgedanken maßgeblich positiv beeinflussen sollte."

"Gerade die Kommunikation zwischen Menschen, Maschine, Ressourcen und Überwachung wird innerhalb es Herstellungsprozess eine noch größere Rolle einnehmen, was schlussendlich auch den Fertigungsprozess, die industrienahe Dienstleistung sowie die Logistik miteinander verbinden wird. Ich gehe sogar soweit, dass diese Entwicklung ein neuer Superzyklus der Zukunft sein wird", beschreibt Markus C. Zschaber die Zukunft. Damit würden sich die altbekannten Wertschöpfungsketten fortentwickeln und völlig neue Geschäftsmodelle etablieren. "Die Verknüpfung von Produktion, Marketing und Logistik über die Informationstechnologie miteinander und erfasst dabei alle Betriebsmittel, Produktionsstätten und Lagersysteme geht unaufhaltsam weiter. Die Technologie für diesen Trend ist vorhanden. Wir werden Potenziale in der gesamten Wertschöpfungskette zukünftig neu definieren", ist sich der Vermögensverwalter ganz sicher.

Die größten Mitbewerber für Deutschland sind die USA sowie China. Beide Volkwirtschaften erhalten hohe staatliche Subventionen in Sachen Transformation der Industrie hin zu Vollautomatisierung und Flexibilisierung und damit zur nachhaltigen Effizienzsteigerung. Deutschland hat allerdings eindeutige interdisziplinäre Knowhow-Vorteile im Bereich Elektrotechnik, Machschienenbau und IT, als Ausrüster und Lieferant der Weltwirtschaft.

"Deutsche Unternehmen sind ein Investment auf die Weltwirtschaft, ich bleibe hier nachhaltig wirklich sehr zuversichtlich für deutsche Aktien. Von mir werden diesbezüglich die Branchen Maschinenbau, Elektrotechnik, Chemie, KFZ und Infrastruktur eindeutig präferiert."

"Der Welthandel suggeriert eine weitere Aufhellung der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage durch das aktuelle Ergebnis von 71,6 Punkten und damit den höchsten Stand in 2014. Vor allem die Produktionsvolumen, Warenumschlagshäufigkeit und Handelsaktivität dokumentieren die besagte sehr solide Verfassung. Die Perspektive des Welthandels und der Weltwirtschaft gelten somit als positiv." Restrisiken sieht Markus C. Zschaber nur auf Seiten der politischer Manöver und geopolitischer Ereignisse, welche den aktuellen Trend zum Erliegen bringen könnten.

Teilbereiche:

Schifffahrt

Die "blaue" Wirtschaft zeigt sich weiterhin im Korridor einer Erholung. Größtes Wachstum zeigen die Handelsrouten Intraasien, Asien-Europa und Transpazifik an. Markus C. Zschaber geht allerdings davon aus, dass die Transatlantikroute zukünftig Aufholeffekte anzeigen wird. "Die positive Entwicklung im Außenhandel in Europa wird ebenfalls zu mehr Güterverkehr insgesamt beitragen", ist sich Zschaber sicher. Den Megatrend zur Intensivierung der internationalen Arbeitsteilung, welcher durch die Dezentralisierung von Produktionsprozessen und die zunehmende Bedeutung von internationalem Outsourcing sollten ebenfalls langfristig stützen. Zusammengefasst sollte die Belebung der chinesischen Wirtschaft hier vor allem im zweiten Halbjahr 2014 für Wachstumseffekte sorgen. Der kurzfristige Ausblick bleibt positiv.

Lastwagen & Schienentransport

Neben der sich weiter verbessernden konjunkturellen Lage der Industrieländer und der graduellen Erholung des Euroraums spricht derzeit viel für ein weiteres Erstarken der Binnenwirtschaft für einen soliden Wachstumskurs der Weltwirtschaft. Die Güterströme in der Eurozone sind gemessen an den Kapazitäten noch unterausgelastet allerdings sorgt die sehr gute Infrastruktur im hiesigen Investitionsstandort bei zunehmend stabileren gesamtwirtschaftlichen Lage durch die Krise stillgelegte Kapazitäten wieder aufgebaut werden können. Davon profitiert derzeit nicht zuletzt auch die deutsche Wirtschaft insbesondere. Ebenfalls hervorzuheben gilt die Verbesserung der Güternachfrage im LKW-Segment vor allem in Nordamerika/USA. Fakt ist, der Privatkonsum und Binnennachfrage stützt den Welthandel.

Flugtransport

Das Wachstum in der Luftfracht bleibt grundsätzlich positiv bezogen auf den Gesamtmarkt, allerdings mit heterogenen Effekten. Die Nachfrage nach Luftfracht stabilisiert sich zunehmend vor allem auf den internationalen Relationen, nationale Flugstrecken kämpfen weiterhin mit leichten Überkapazitäten. Hinzu kommt ein Preiskampf im Rahmen eines Verdrängungswettbewerbs ausgelöst durch die in Mittelost ansässigen Fluggesellschaften, der die Cargopreise hat sinken lassen und Lufthansa & Co massiv unter Margendruck stellt. Insgesamt positiv entwickelten sich die Aktivitäten auch in den Wachstumsmärkten Asiens sowie im Mittleren Osten und in Afrika. Die Nachfrageorientierung nach Flugkapazitäten bleibt aber sehr schwankungsstark bzw. prozyklisch zur eventuellen politischen Krisenszenarien.

Kaufenswerte Unternehmen:

 

  • Unilever: Der Konsumgüterhersteller, gilt als global Player mit einem breiten Markensortiment in über 190 Ländern. "Mich beeindruckt die Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens in allen Wertschöpfungsstrukturen und Produktionsketten. Die hierfür erforderlichen Investitionen werden sich auszahlen, auch für die Aktionäre", ist sich Markus C. Zschaber sicher.

 

  • Bechtle: Die Hightech-Schmiede, sollte nach Angaben des Kölner Vermögensverwalters nach einem furiosen Start in das Geschäftsjahr 2014 weiterhin deutlich schneller wachsen als die relevanten Teilmärkte.

 

  • Bayer: Das Pharmageschäft zeigt weiterhin eine hohe Dynamik an. Bayer zählt nach wie vor zu den Top-Investments am deutschen Aktienmarkt. Operativ ist der Konzern sehr stark und breit aufgestellt.

 

Disclaimer

Die benannten Aktien sind nur als begleitende Information zu verstehen und dienen nicht als konkreter Anlage-Ratschlag. Sie stellen keine Anlageberatung, keine Anlagevermittlung, keine steuerliche Beratung, kein Angebot, keine Empfehlung und keine Aufforderung zum Treffen von Anlageentscheidungen oder zum Tätigen von Geschäften in Finanzinstrumenten, wie zum Beispiel den Erwerb oder die Veräußerung von Investmentanteilen und keine sonstige Empfehlung dar.

Neben diesen drei Aktientiteln befinden sich noch eine ganze Reihe weiterer interessanter Aktienunternehmen im sogenannten Welthandelsportfolio die im Rahmen der Veröffentlichung zum Welthandelsindex zukünftig vorgestellt werden. Das Welthandelsportfolio ist eine musterhafte Allokation von Unternehmen, die hinsichtlich ihrer Absatz- und Produktionsstrukturen am Welthandel direkt beteiligt sind beziehungsweise vom Welthandel und dessen globalen Handelsströmen partizipieren. Das Welthandelsportfolio reagiert auf die Veränderungen des Welthandelsindex und erreicht damit eine hohe Teilnahme an der Wertschöpfung unserer Weltwirtschaft. Dadurch, dass der Welthandelsindex ein dynamisches Gesamtbild des Welthandels zusammengefasst bietet und detailorientierte Analysen auch hinsichtlich der Konjunkturlage ermöglicht, können schnelle und aktive Reaktionen auch im Welthandelsportfolio erfolgen.

Funktionsweise Welt-Handelsindex:

Der Welt-Handelsindex fasst alle relevanten Daten aus den vier primären Transport- und Handelswegen (Schifffahrt, Schiene, Straße und Lufttransport) zusammen, gewichtet diese und verdichtet sie in einem Index. Der Index bietet zum ersten Mal ein Gesamtbild des Welthandels zusammengefasst in einer Zahl, erfasst damit unter anderem auch die Auswirkungen der Globalisierung und überwindet funktionale und regionale Beschränkungen, der zum Beispiel nur regional ausgerichteten Indikatoren. Indexstände oberhalb eines Niveaus von 50 Punkten deuten einen wachsenden Welthandel an, inmitten einer expandierenden Gesamtwirtschaft. Unterhalb des Niveaus von 50 lässt sich dagegen aussagen, dass die Welthandelsaktivität schrumpft, wobei ab einem Niveau von unter 45 sogar eine deutliche Kontraktion der Gesamtwirtschaft zu erwarten ist.

Quelle: Die Vermögensverwaltungsges. Dr. Markus C. Zschaber mbH stellt den Index monatlich exklusiv dem "Handelsblatt" und dem Nachrichtensender "n-tv" zur Verfügung. Informationen zum Index unter www.welthandelsindex.com oder www.kapitalmarktanalyse.com

Quelle: n-tv.de , Dr. Markus C. Zschaber Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH

Quelle: n-tv.de

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