Wirtschaft

Keine Milliarden ohne Kanzlerin Emirates besteht auf Merkel

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Nicht ohne Angela: Lachend überreicht Emirates-Chef Scheich Ahmed Bin Saeed Al Maktoum Kanzlerin Merkel ein Modell des Airbus A380.

(Foto: dpa)

Die arabische Airline besteht einem Medienbericht zufolge auf die Anwesenheit von Kanzlerin Merkel bei der Unterzeichnung eines Milliardenauftrags über 32 Airbus-Flugzeuge A380. Dieser Aufforderung kommt man in Berlin gerne nach.

Die arabische Fluggesellschaft Emirates hat den Auftritt Angela Merkels bei der Internationalen Luftfahrtschau am vergangenen Dienstag zur "Bedingung" für die Verkündung des Mega-Auftrags gemacht. Das berichtet das Nachrichtenmagazin "Spiegel" unter Berufung auf einen Regierungssprecher. Wegen der überragenden Bedeutung des Auftrags habe man der Forderung des Airbus-Kunden nachgegeben.

Emirates hatte auf einen Schlag 32 Maschinen des weltgrößten Verkehrsflugzeugs A380 bestellt. Der Auftrag mit einem Volumen von 11,5 Mrd. Dollar war beim ILA-Rundgang der Bundeskanzlerin bekanntgegeben worden. Es war der bisher größte Einzelauftrag für den Superjet und der größte in der Zivilluftfahrt.

Rekordabschlüsse und viele Besuche

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Himmelsstürmer: Die Aussteller waren dieses Jahr mehr als zufrieden.

(Foto: dpa)

Insgesamt zeigten sich die Aussteller der Luft- und Raumfahrtmesse zufrieden mit dem Verlauf. Die ILA meldete kurz vor Ende Rekordabschlüsse und einen großen Besucherandrang. Auf der größten deutschen Luftfahrtmesse seien Verträge und Kaufabsichten in Höhe von knapp 14 Mrd. Euro bekanntgegeben worden, teilte die Messe Berlin auf der ILA in Schönefeld mit. 11,5 Mrd. Euro gingen alleine auf das Konto von Airbus. Auf der Airshow vor zwei Jahren seien es Verträge für gut fünf Mrd. Euro gewesen, hieß es weiter. Insgesamt wurden in diesem Jahr 67 Flugzeuge verkauft.

Zwei Drittel der mehr als 1.150 Aussteller aus 47 Ländern seien mit dem geschäftlichen Erfolg der Beteiligung zufrieden. Ebenso viele erwarten nach Angaben der Veranstalter noch ein sehr gutes bis zufriedenstellendes Nachmessegeschäft. "Der geschäftliche Stellenwert der ILA war noch nie so hoch wie in diesem Jahr", wird Messe- Geschäftsführer Raimund Hosch zitiert. Fast 90 Prozent der Aussteller hätten die künftige wirtschaftliche Situation der Branche als positiv beurteilt und die Absicht, sich an der ILA 2012 wieder zu beteiligen.

Die Luftfahrtschau war für Fach- und Privatbesucher gleichermaßen interessant. Es wurden etwa 125.000 Fachbesucher gezählt, etwas mehr als vor zwei Jahren. Bis zum ILA-Ende am Sonntagabend rechnet die Messe Berlin mit rund 240.000 Besuchern. 2008 waren es 241.000 Gäste. Doch die ILA muss umziehen. Die Airshow findet 2012 in Schönefeld-West statt, da nach dem Betriebsbeginn des Hauptstadtflughafens BBI am bisherigen Standort kein Platz mehr ist.

Quelle: ntv.de, sla/dpa