Wirtschaft

Sondereffekte treiben Gewinn Evonik stöhnt unter niedrigen Preisen

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Evonik leidet unter sinkenden Preisen.

(Foto: picture alliance / dpa)

Der Spezialchemiekonzern Evonik kann im dritten Quartal wieder mehr absetzen. Allerdings zahlen die Kunden weit weniger als vor einem Jahr. Die erst vor wenigen Monaten gekürzten Jahresziele bekräftigt das Unternehmen.

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Der Spezialchemiekonzern Evonik hat im dritten Quartal weiter unter der lahmenden Branchenkonjunktur, dem starken Euro sowie dem Preisverfall bei wichtigen Produkten gelitten. In der Folge sanken Umsatz und operatives Ergebnis. Das Unternehmen sprach angesichts weiterhin schwieriger weltwirtschaftlicher Rahmenbedingungen von einer soliden Entwicklung. Die Absatzmengen hätten sich spürbar erhöht. Bei wichtigen Produkten gingen die Verkaufspreise jedoch deutlich zurück.

Insgesamt erwirtschaftete Evonik zwischen Juli und Ende September 3,2 Milliarden Euro und damit vier Prozent weniger als im Vorjahr. Das bereinigte operative Ergebnis (EBITDA) brach um mehr als ein Viertel auf 518 Millionen Euro ein. Dank Immobilienverkäufen blieben unter dem Strich aber fast 1,5 Milliarden Euro. Im Vorjahr hatte das Unternehmen 355 Millionen Euro verdient. Das bereinigte Konzernergebnis sank indes um deutlich mehr als ein Drittel auf 210 Millionen Euro.

Gekürzte Prognose bestätigt

Konzernchef Klaus Engel sagte, dass sich auf Quartalssicht die operativen Ergebnisse leicht verbessert hätten. "Erfreulich waren die spürbaren Mengensteigerungen gegenüber dem Vorjahresquartal, während die Verkaufspreise bei einigen wichtigen Produkten weiterhin unter den hohen Vorjahreswerten lagen."

Zugleich bekräftigte das Unternehmen seine im August gekürzte Jahresprognose, "trotz weiterhin herausfordernder weltwirtschaftlicher Rahmenbedingungen". So wird ein Umsatz von rund 13 Milliarden Euro angepeilt. Das EBITDA soll zwei Milliarden Euro betragen.

Ingesamt beschäftigte das Unternehmen Ende September weltweit mehr als 33.600 Mitarbeiter.

Quelle: n-tv.de, jwu/rts

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