Wirtschaft

Neuer Geldhahn für Bernanke Ex-Fed-Vize schafft Spielraum

Während US-Präsident Obama mit einem neuen Infrastrukturprogramm gegen die Arbeitslosigkeit und schlechte Umfragewerte kämpft, stimmt ein ehemaliger Notenbanker die Fachöffentlichkeit auf neue, "beträchtliche" Fed-Maßnahmen ein.

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Geldpolitiker an Bernankes Seite: Donald Kohn (Archivbild).

(Foto: REUTERS)

Die US-Notenbank Fed sollte sich nach Einschätzung ihres ehemaligen Vize-Chefs für ihre Konjunkturhilfen keine Grenzen setzen. Wenn die Federal Reserve wieder Staatsanleihen kaufe, brauche sie vorab keine Höchstgrenze anzukündigen, sagte Donald Kohn der "New York Times".

Die US-Wirtschaft arbeite sich nur ganz langsam aus einem sehr tiefen Loch heraus, erklärte Kohn. Falls die Erholung weiter schleppend verlaufe, solle die Fed weitere Maßnahmen ergreifen - darunter den Kauf weiterer Staatsanleihen. Um eine deutliche Wirkung zu erzielen, müssten die Öffentlichkeit und die Märkte von beträchtlichen Käufen ausgehen, zitierte die Zeitung Kohn.

Die Fed müsse signalisieren, dass sie wachsam sei und ihre Maßnahmen bei Bedarf ausbauen könne. Der Offenmarktausschuss der Federal Reserve Bank hatte im August auf die Verlangsamung der Konjunkturerholung in den Vereinigten Staaten reagiert und beschlossen, den Umfang der bisherigen Unterstützung nicht wie geplant zurückzufahren.

Die Notenbanker wollten die durch die Fälligkeit bereits gekaufter Wertpapiere wieder zur Verfügung stehenden Mittel reinvestieren und damit neue Staatsanleihen kaufen. Kohn war am 1. September bei der Fed in Ruhestand gegangen.

Quelle: ntv.de, rts