Wirtschaft

"Suchen nach Lösung" Für Athen tut sich neues Finanzloch auf

Die aktuellen Gelder sind noch nicht gezahlt und doch werden sie wohl nicht reichen. In den kommenden vier Wochen wird die Begleichung einer Milliardensumme fällig. Und auch für die Banken wird die Lage immer komplizierter.

Griechenland steht wenige Tage nach der grundsätzlichen Einigung mit den internationalen Geldgebern vor einem akuten Finanzloch. Wie es laut dpa in Kreisen des Finanzministeriums heißt, muss Athen im März Verpflichtungen im Umfang von gut 6,85 Milliarden Euro erfüllen. Die Regierung habe bereits das Problem mit der Europäischen Zentralbank (EZB) erörtert, hieß es weiter. "Wir suchen nach einer Lösung." Derweil räumen die Griechen weiter ihre Konten.

Regierungssprecher Gavriil Sakellarides sagte: "Wir werden eine Lösung finden, die alle Seiten zufriedenstellen wird." Worin diese Lösung bestehen und welche Rolle dabei die EZB spielen könnte, wurde nicht bekannt. Im einzelnen geht es nach diesen Informationen um eine Rate an den Internationalen Währungsfonds (IWF) in Höhe von 1,5 Milliarden Euro sowie 750 Millionen Euro an Zinsen für Hilfskredite der Europartner. Zudem laufen Schuldverschreibungen mit einer kurzen Laufzeit (drei und sechs Monate) in Höhe von 1,4 Milliarden Euro und zwei weitere in Höhe von 1,6 Milliarden Euro aus.

Laut EZB haben die Griechen allein im Januar mehr als 12,7 Milliarden Euro von ihren Bankkonten abgehoben. Bereits im Dezember hatten Privathaushalte und Unternehmen gut 4,7 Milliarden abgehoben. Zwischen September und November waren es mehr als 900 Millionen.

Griechenland hatte sich am Dienstag nach wochenlangem Streit mit den Europartnern auf eine Verlängerung des eigentlich Ende Februar auslaufenden Hilfsprogramms verständigt. Das Problem besteht darin, dass mit der grundsätzlichen Einigung keine kurzfristigen neuen Hilfszahlungen verbunden sind. Um weitere Hilfsmilliarden zu bekommen, muss Athen noch weitere Prüfungen über sich ergehen lassen.

Quelle: ntv.de, jwu/dpa/DJ

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