Wirtschaft

"Gemeine Seite der Nafta" GM verlagert Jobs nach Mexiko - von Kanada

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GMC Terrain - Made in Mexiko demnächst.

(Foto: REUTERS)

Arbeitsplätze in Mexiko sind ein heißes Eisen in den USA. Nun teilt der Autohersteller GM mit, Hunderte Jobs ins Nachbarland zu verlagern. Allerdings trifft es nicht US-Amerikaner. Leidtragender ist Kanada.

Der US-Autobauer General Motors will bis zu 600 Mitarbeiter in einem Werk in Ontario entlassen. Die Produktion des älteren SUV Chevrolet Equinox läuft im Juli aus, bereits ein Jahr früher als ursprünglich geplant, und der Bau eines neuen SUV-Modells wird nach Mexiko verlagert.

General Motors (GM)
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Ein kleineres, neues Equinox-Modell wird zwar weiterhin in dem Werk gebaut, das derzeit rund 3200 Mitarbeiter beschäftigt. In Ingersoll, Ontario wird auch der SUV GMC Terrain gefertigt. Eine überarbeite Version dieses Fahrzeugs soll aber in einem GM-Werk in San Luis Potosi in Mexico gebaut werden, sagte GM-Chefin Mary Barra bereits zuvor im Januar.

Das stößt Gewerkschaftern übel auf. "Das ist Produktion, die hier bleiben und auf den gleichen Bändern hätte gebaut werden können, wie die nächste Generation des Equinox", sagte Dan Borthwick von der Gewerkschaft Unifor Local 88. "Das ist ein schwerer Schlag."

Ein GM-Sprecher bestätigte, dass die Entlassungen im Zusammen mit Änderungen der gesamten Produktionsplanung stünden. Früher im Januar hatte GM angekündigt, eine Milliarde Dollar in den USA neu investieren zu wollen, woraus 1000 neue Arbeitsplätze entstehen könnten. Jerry Dias von Unifor bezeichnete die Entlassungen in einem Fernsehinterview mit der kanadischen CTV News als die "gemeine Seite der Nafta" und forderte eine Neuverhandlung des Nordamerikanischen Freihandelsabkommens.

GM gehört zu den Automobilkonzernen aus Detroit, die durch die Trump-Regierung unter Druck geraten sind, ihren Kurs bei der Fertigung in Mexiko zu ändern. Konzernmanager hatten sich in dieser Woche mit dem neuen Präsidenten getroffen und hatten unter anderem gesagt, dass Zölle auf in Mexiko gebaute Autos den Herstellern in den USA schaden würden.

Quelle: ntv.de