Wirtschaft

Hausaufgabe gemacht GlencoreXstrata verkauft Peru-Mine

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(Foto: picture alliance / dpa)

GlencoreXstrata erfüllt eine chinesische Auflage für die Fusion. Der Rohstoffriese trennt sich von seiner Kupfermine in Peru. Der Kauf durch ein chinesisches Konsortium spült dringend benötigte Milliarden in die GlencoreXstrata-Kasse.

Der Rohstoffkonzern GlencoreXstrata verkauft seine Kupfermine in Peru für 5,8 Milliarden US-Dollar in bar an ein chinesisches Konsortium. Der Verkauf macht den Weg frei für den Abschluss der Fusion des Rohstoffriesen. Chinesische Behörden hatten die Genehmigung des Zusammenschlusses von Glencore und Xstrata nur unter Auflagen erteilt. Mit dem Verkauf der Mine kommt GlencoreXstrata diesen Auflagen nun nach.

Glencore Xstrata
Glencore Xstrata 3,66

Die Mine geht an eine Gruppe unter Führung der MMG Ltd, eine Sparte der staatlich kontrollierten China Minmetals Corp. Monatelang wurde darüber verhandelt, was die Kupfermine Las Bambas wert ist. Der Deal ist eine der größten chinesischen Akquisitionen im Bergbaubereich seit 2008. Damals kaufte die staatliche Chinalco eine 12-prozentige Beteiligung an Rio Tinto und legte dafür 14 Milliarden Dollar auf den Tisch.

Geld auch für Schuldenabbau

GlencoreXstrata rechnet damit, dass die Transaktion bis zum Herbst abgeschlossen ist. Las Bambas ist eine der größten Minen im Projekt-Portfolio von Xstrata. Sie soll im Jahr 2015 mit der Produktion beginnen und dann geschätzte 460.000 Tonnen Kupfer jährlich produzieren. GlencoreXstrata will den Verkaufserlös wieder in das Unternehmen investieren und Schulden abbauen.

GlencoreXstrata war 2013 nach einer milliardenschweren Abschreibung auf die Übernahme von Xstrata im vergangenen Jahr tiefer in die roten Zahlen gerutscht als erwartet. Der Nettoverlust belief sich auf 7,4 Milliarden US-Dollar, nach einem Gewinn von 1 Milliarde Dollar.

Der viertgrößte Minenkonzern der Welt ist aus der Übernahme der anglo-schweizerischen Xstrata durch den Wettbewerber Glencore entstanden. Auf die Übernahme musste das fusionierte Unternehmen eine Goodwill-Abschreibung in Höhe von 7,5 Milliarden Dollar vornehmen.

Quelle: ntv.de, wne/DJ

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