Wirtschaft

Werftarbeiter fordern Löhne ein Griechen stürmen Ministerium

Hunderte Werftarbeiter stürmen in Athen das Verteidigungsministerium um ausstehende Löhne einzufordern. Der ranghöchste griechische General versucht die Menge zu beschwichtigen. Doch die Polizei muss hart durchgreifen.

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Von Werftarbeitern ausgebuht: Griechenlands ranghöchster General Mihail Kostarakos.

(Foto: picture alliance / dpa)

Griechische Werftarbeiter haben das Verteidigungsministerium in Athen gestürmt, um die Auszahlung ausstehender Löhne zu erzwingen. Als die Polizei die etwa 250 Schiffbauer vom Gelände vertreiben wollte, kam es zu Handgemengen. Mindestens ein Mann wurde im Gesicht verletzt. Die Polizei nahm einen Werftarbeiter bei dem Versuch fest, in das Ministeriumsgebäude einzudringen, wie auf Fernsehbildern zu sehen war.

Die Arbeiter der Werft Hellenic Skaramangas beklagen, dass ihnen seit sechs Monaten kein Lohn mehr gezahlt worden sei, weil der fast bankrotte griechische Staat Rechnungen der Firma nicht beglichen habe. Die Werft ist von der Pleite bedroht. Beim Sturm auf das Gebäude zerstörten die Angestellten die Absperrungen am Eingang, wie griechische Fernsehsender zeigten.

Während Sicherheitskräfte sogleich vor Ort eintrafen, um für Ordnung zu sorgen, warteten die Demonstranten darauf, Vertreter des Ministeriums zu treffen. Generalstabschef Mihail Kostarakos, der mit den Schiffbauern sprechen wollte, wurde ausgebuht und niedergeschrien. Zahlreiche Menschen riefen "Diebe! Diebe!".

Quelle: n-tv.de, dpa/AFP

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