Wirtschaft

Lichtblick in schweren Zeiten Griechenlands Gastwirte jubeln

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Farbenspiel am Himmel über Athen: Kann der Tourismus das Land aus der Krise ziehen?

(Foto: REUTERS)

Ein einzelner Wirtschaftszweig erweist sich für Griechenland in der Not als wertvolle Stütze: Die Einnahmen aus dem Tourismus legen im abgelaufenen Jahr deutlich zu. Beobachter sprechen von einmaligen Sondereffekten.

Trotz häufiger Streiks und Protesten der Bevölkerung gegen die Sparbeschlüsse hat das griechische Gastgewerbe im vergangenen Jahr gute Geschäfte gemacht.

Die Umsätze der Hotels und Restaurants stiegen 2011 um 9,45 Prozent, wie die Vereinigung der Tourismusunternehmen in Athen mitteilte. Insgesamt nahmen die griechischen Wirte, Hoteliers und Gaststättebetreiber mehr als 10,5 Mrd. Euro ein.

Im Juli etwa kletterten die Umsätze um 14,4 Prozent, im Oktober um fast 15 Prozent im Vergleich zum jeweiligen Vorjahresmonat. Offenbar konnte der Tourismus des Landes davon profitieren, dass viele Urlauber die nordafrikanischen Länder wegen der Unruhen dort mieden.

Experten machen die unausgewogene Struktur der griechischen Wirtschaft für einen Teil der finanziellen Misere des Euro-Landes verantwortlich. Mit rund einem Viertel der Gesamtbevölkerung hat Griechenland zum Beispiel europaweit den höchsten Anteil an . Jeder Sparschnitt hier hat sofort Auswirkungen auf den privaten Konsum.

Eine weitere Kennzahl wirft ein hartes Schlaglicht auf die wirtschaftspolitische Schieflage des Landes: Nach Angaben des deutschen Auswärtigen Amtes trägt die gesamte griechische Industrie lediglich 11 Prozent zum Volkseinkommen bei - nur unwesentlich mehr als die .

Quelle: ntv.de, AFP

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