Wirtschaft

Etliche Modelle betroffenVW und Audi müssen Millionen Fahrzeuge zurückrufen

25.09.2026, 10:56 Uhr
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Hunderttausende Fahrzeuge aus dem VW-Konzern müssen in die Werkstatt. (Foto: picture alliance/dpa)

Hunderttausenden Fahrzeugen von Volkswagen in Deutschland droht ein Ausfall der Lenkung aufgrund eines Schraubenabrisses. Davon betroffen sind auch Modelle anderer Marken Autokonzerns. Einem Bericht zufolge könnten am Ende mehr als vier Millionen Fahrzeuge weltweit betroffen sein.

Knapp eine Million Fahrzeuge von Volkswagen und seiner Tochter Audi in Deutschland werden nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) wegen eines Problems an der Lenkung zurückgerufen. Das geht aus der Rückrufdatenbank des KBA hervor. Weltweit handele es sich potenziell um fast 2,16 Millionen Fahrzeuge, davon knapp 900.000 in Deutschland. Das "Handelsblatt" berichtet ohne nähere Angaben, dass sogar mehr als vier Millionen Autos des VW-Konzerns mit seinen verschiedenen Marken betroffen seien. Damit wäre es der größte Rückruf seit dem Dieselskandal.

Wegen eines Schraubenabrisses könne es hier zu einem Lenkungsausfall kommen, heißt es darin. Um das Problem zu lösen, müsse die Lenkungsverschraubung durch eine korrosionsresistentere Schraube ersetzt werden, teilte das KBA weiter mit. Ein VW-Sprecher erklärte dazu, bei bestimmten Umwelteinflüssen und nach langjährigem Betrieb unter Streusalz-Einfluss könne es zu Korrosion an einer Befestigungsverschraubung der Lenkung kommen. In Einzelfällen könne die Befestigung der Lenkung und damit ihre Funktion beeinträchtigt werden. Die Instandsetzung des Fahrzeuges dauert demnach bis zu einer Stunde. 

Betroffen sind demnach die VW-Modelle Tiguan, Touran, Golf Variant, Caddy und Golf, die zwischen dem 24. September 2013 und dem 1. Juli 2024 produziert wurden. In der Datenbank des KBA gibt es derweil einen Rückruf die Seat-Modelle Ateca und Tarraco im Produktionszeitraum April 2016 bis September 2024. - betroffen sind hier mehr als 66.000 Fahrzeuge, davon knapp 43.600 in Deutschland. Für andere Marken des VW-Konzerns wie Skoda finden sich in der KBA-Datenbank zunächst keine Informationen. Das "Handelsblatt" spricht bei Skoda indes weltweit mehr als einer Million Autos. Bei Seat seien es rund 200.000. 

Das Problem taucht ferner auch beim Audi Q3 mit einem Produktionszeitraum zwischen 31.10.2017 bis 23.05.2024 auf. Hier seien weltweit fast 700.000 Fahrzeuge potenziell betroffen, davon 58.555 in Deutschland, hießt es bei der Behörde.

"Bislang gab es in diesem Zusammenhang keine Personen- oder weitergehenden Sachschadensfälle", teilte Audi weiter mit. Der Hersteller bittet die Halter der betroffenen Fahrzeuge im Rahmen eines vorsorglichen Rückrufs in die Werkstätten. Dort soll die Verschraubung getauscht werden.

Quelle: ntv.de, lme/jwu/dpa/rts

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