Wirtschaft

Mafia-Geldwäsche mit Windparks? HSH-Nordbank-Kunden unter Verdacht

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Eine windige Sache: Ermittler haben die Mafia im Verdacht, mit Windanlagen Geld gewaschen zu haben.

(Foto: picture alliance / dpa)

Hat die italienische Mafia mithilfe eines Windparks mehr als saubere Energie produziert? Ermittler glauben, dass die Anlagen auch Teile der Finanzbestände ordentlich durchpusten. In einer bundesweiten Aktion durchsuchten sie nun Räume deutsche Unternehmen.

In insgesamt sechs Bundesländern sind wegen des Verdachts der Geldwäsche Wohnungen und Geschäftsräume durchsucht worden. Von der Aktion betroffen waren auch die HSH Nordbank in Kiel und Hamburg sowie der Windanlagenhersteller Enercon in Aurich. Hintergrund der Aktion sei die Finanzierung eines vermutlich von der Mafia in der kalabrischen Stadt Crotone gebauten Windparks, teilte die Staatsanwaltschaft Osnabrück mit.

Die Ermittlungen richten sich gegen überwiegend im Emsland ansässige Geschäftspartner dieser Gesellschaften. Auch in Österreich liefen Untersuchungen. In Deutschland wird seit Februar 2013 ermittelt.

Ein Sprecher der HSH Nordbank betonte, dass das Institut selbst oder Mitarbeiter nicht Ziel der Untersuchungen seien. Die Landesbank kooperiere mit den Behörden.

Quelle: ntv.de, jwu/rts/dpa

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