Wirtschaft

Gewinn steigt spürbar HeidelbergCement schlägt sich wacker

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Der Umsatz steigt nur leicht, der Gewinn kräftig.

(Foto: picture alliance / dpa)

Preiserhöhungen und Sparprogramme zeigen beim größten deutschen Baustoffkonzern Wirkung: Trotz geringen Umsatzwachstums im zweiten Quartal legt HeidelbergCement beim Gewinn kräftig zu.

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Der Baustoffkonzern HeidelbergCement hat im zweiten Quartal dank besser laufender Geschäfte in Nordamerika und Asien deutlich mehr verdient als ein Jahr zuvor. Netto sei der Gewinn um 127 Prozent auf 410 Millionen Euro gestiegen, teilte das im Leitindex Dax gelistete Unternehmen mit. Analysten hatten mit deutlich weniger gerechnet.

Zum überproportionalen Wachstum trug vor allem der Verkauf einer Minderheitsbeteiligung an einem saudi-arabischen Betonfertigteilproduzenten bei. Dazu konnte HeidelbergCement Rückstellungen senken, da der Oberste Gerichtshof in den USA Asbestklagen gegen die Tochter Hanson positiv für HeidelbergCement beschieden hatte. Ein weiterer Grund: Der Konzern hatte im vergangenen Jahr im spanischen Geschäft Abschreibungen vornehmen müssen.

Der operative Gewinn vor Abschreibungen (EBITDA) verbesserte sich um knapp sechs Prozent auf 734 Millionen Euro. Preiserhöhungen und rückläufige Energie- und Rohstoffkosten trugen zu der Ergebnisverbesserung bei. Der Umsatz lag mit 3,8 Milliarden Euro lediglich 0,5 Prozent über dem Niveau des Vorjahres. Viele Bauaktivitäten haben sich wegen des schlechten Wetters im ersten Halbjahr verzögert oder sind liegen geblieben. Dazu legten die Überflutungen in Deutschland den Bau vielerorts lahm.

"Wir konnten in großen Märkten Preiserhöhungen durchsetzen, und unsere Effizienzsteigerungsprogramme laufen nach Plan", sagte Vorstandschef Bernd Scheifele. Er bekräftigte den Ausblick vom Frühjahr: Umsatz und operatives Ergebnis sollen zulegen, das Ergebnis vor Steuern werde spürbar verbessert.

Quelle: ntv.de, rts/dpa/DJ