Wirtschaft

US-Autobauer überrascht Heimisches Publikum treibt Ford an

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Mächtig gewaltig: Auf dem Heimatmarkt läuft es für Ford.

(Foto: REUTERS)

In den USA bescheren die Kunden dem US-Autohersteller Ford fabelhafte Geschäfte. Eine Steuergutschrift füllt zusätzlich die Kasse. Einzig das Europageschäft trübt weiter die Bilanz - und wird dies wohl noch länger tun.

Dank blendender Geschäfte auf dem Heimatmarkt blickt der US-Autohersteller Ford auf eines der erfolgreichsten Jahre zurück. Operativ und vor Steuern erwirtschaftete das Unternehmen mit 8,6 Milliarden US-Dollar gut 600 Millionen mehr als 2012.

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Im vierten Quartal verdiente Ford mit 1,3 Milliarden Dollar zwar gut 400 Millionen weniger als vor einem Jahr, schrieb damit aber immerhin das 18. Mal in Folge operativ schwarze Zahlen. Unterm Strich verdiente der Konzern mit drei Milliarden Dollar beinahe doppelt so viel wie vor einem Jahr. Allerdings ist dies zum Großteil einer Steuergutschrift geschuldet.

Zudem lief es im absatzschwachen Europa für Ford endlich wieder besser: Im Schlussquartal konnte der Autobauer die dortigen Vorsteuerverluste auf 571 Millionen Dollar verringern. Vor einem Jahr hatte er hier noch ein Minus von 732 Millionen Dollar eingefahren. Im Gesamtjahr schrieb Ford im Europageschäft 1,6 Milliarden Dollar Verlust nach zuvor 1,75 Milliarden Dollar.

2014 wird etwas weniger spektakulär

An der Prognose für das laufende Jahr hält Ford fest: So soll das um Sonderposten bereinigte Vorsteuerergebnis mit sieben Milliarden bis acht Milliarden Dollar etwas geringer ausfallen als 2013. Bereits im Dezember hatte der zweitgrößte US-Autobauer nach der Opel-Mutter General Motors erklärt, dass hohe Kosten für Produktneueinführungen 2014 auf den Gewinn drücken werden.

Zudem belasten wohl die schwache Marktentwicklung in Europa und Südamerika weiter. Schließlich dürften Sonderkosten für Abfindungen in Europa zudem das Ergebnis drücken. Immerhin fallen Tausende Jobs weg uns drei Werke in Belgien sowie in Großbritannien werden geschlossen.

Erst 2015 will Ford in Europa dann wieder profitabel sein. GM kämpft mit Opel mit ähnlichen Absatzproblemen und erwartet in Europa erst 2016 wieder schwarze Zahlen.

Quelle: ntv.de, jwu/DJ/rts