Wirtschaft

500.000.000.000 Euro zur Rettung Hilfe naht: ESM kommt

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ESM: Schutzschirm für den Euro

(Foto: picture alliance / dpa)

Der permanente Rettungsschirm kommt - allen Unkenrufen und Debatten zum Trotz. Ab Juli tritt er in Kraft und löst den EFSF ab. Der Fonds verfügt über eine Kapazität von einer halben Billion Euro. Durch ihn können Schuldenstaaten günstiger an Geld kommen, als wenn sie selbst Summen am Markt aufnehmen würden.

Die EU-Staats- und Regierungschefs haben sich bei ihrem Gipfeltreffen in Brüssel auf den permanenten Euro-Rettungsschirm ESM verständigt. Der Mechanismus trete ab Juli in Kraft, teilten EU-Vertreter mit. Damit bestätigten die Staats- und Regierungschefs eine frühere Entscheidung der Finanzminister.

Der Fonds soll mit einer Kapazität von 500 Mrd. Euro ausgestattet werden und den bisherigen Rettungsschirm EFSF ablösen. Anders als sein Vorgänger verfügt der Krisenfonds über Barkapital von 80 Mrd. Euro - dadurch ist er krisenresistenter und unabhängiger von Ratings. Die Ratingagentur Standard & Poor's hatte dem EFSF jüngst die Bestnote bei der Kreditwürdigkeit entzogen, wodurch sich die Kreditaufnahme verteuern könnte.

Deutschland muss für den ESM einen Anteil von rund 22 Mrd. Euro einzahlen. Der Fonds basiert auf einem internationalen Vertrag und nicht auf einer Abmachung zwischen den Euro-Staaten wie der EFSF.

Reicht das Volumen?

Der ESM soll Kredite am Kapitalmarkt aufnehmen und dieses Geld an pleitebedrohte Euro-Staaten weiterreichen. Dadurch können Schuldensünder günstiger an Geld kommen, als wenn sie selbst Summen am Markt aufnehmen würden.

Ob das Volumen für Notkredite ausreicht, soll der nächste EU-Gipfel im März überprüfen. In den vergangenen Tagen hatte es heftige Diskussionen über die Ausstattung des ESM gegeben. So sprach sich beispielsweise IWF-Chefin Chistine Lagarde für eine Ausweitung aus. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hatten sich immer wieder vehement dagegen ausgesprochen.

Quelle: n-tv.de, rts

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