Wirtschaft

Globale Wirtschaftslage bleibt fragilIWF bessert Prognosen nach

17.04.2012, 16:06 Uhr
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Ausblick vom Rockefeller Center auf New York. (Foto: picture alliance / dpa)

Hinsichtlich der Weltwirtschaftslage sieht der Internationale Währungsfonds (IWF) etwas mehr Licht, bleibt aber dennoch vorsichtig. Der IWF geht mit seinen Wachstumsprognosen leicht hoch. Für Deutschland prognostiziert der Fonds in diesem Jahr ein leichtes Wachstum. Für die Eurozone insgesamt wird ein leichtes Minus erwartet.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine

Wachstumsprognosen für die Weltwirtschaft und Deutschland leicht angehoben,

sieht die Krise aber noch nicht gebannt. Der Fonds rechnet nach seinem neuen

Ausblick mit einem globalen Wachstum von 3,5 Prozent in diesem und 4,1 Prozent

im nächsten Jahr. Im Januar war der IWF noch von 3,3 beziehungsweise 4,0

Prozent ausgegangen.

Für die Eurozone wird 2012 weiter eine milde

Rezession erwartet. Der Rückgang der Wirtschaftsleistung werde mit 0,3 Prozent

aber um knapp die Hälfte unter dem bislang erwarteten Wert liegen. 2012 werde

die Euro-Wirtschaft dann mit 0,9 Prozent minimal stärker zulegen als zu

Jahresbeginn erwartet.

Für rechnet der IWF 2012 mit einem

Wachstum von 0,6 Prozent, doppelt so viel wie noch im Januar geschätzt. Für 2013

wird unverändert ein Plus von 1,5 Prozent vorhergesagt. Besser fallen auch die

IWF-Prognosen für und Italien für das kommende Jahr aus - die

Euro-Länder, die zuletzt an den Märkten unter Druck standen. Für Spanien

rechnet der Fonds nun für 2012 zwar noch mit einem Schrumpfen der

Wirtschaftsleistung um 1,8 Prozent. Für 2013 sieht der IWF Spanien aber

inzwischen bereits wieder mit 0,1 Prozent im Plus, nachdem bislang noch ein

Minus von 0,3 Prozent angesetzt war. Für Italien wird in diesem Jahr ein Minus

von 1,9 Prozent und im nächsten von 0,3 Prozent geschätzt. Bislang lautete die

Prognose minus 2,2 Prozent beziehungsweise minus 0,6 Prozent.

Sparen allein reicht nicht

"Und dennoch, die jüngsten Verbesserungen

bleiben sehr fragil", warnte der IWF. Die größten Risiken seien, dass sich

die Euro-Staatsschuldenkrise erneut zuspitzen könnte und geopolitische

Unsicherheiten den Ölpreis weiter nach oben treiben. Auch die hohen Etatdefizite

in den USA und Japan seien Risiken für die Finanz- und Devisenmärkte.

Der IWF plädierte dafür, bei aller Konsolidierung

das Wachstum nicht zu stark abzubremsen und forderte Länder mit

finanzpolitischen Spielräumen auf, sie für Wachstumsimpulse zu nutzen.

"Sparen allein kann die Wirtschaftsprobleme in den wichtigsten

Industrieländern nicht lösen", warnte der Fonds.

In der Eurozone sieht er

angesichts niedriger Teuerungsraten Raum für weitere geldpolitische Lockerungen

und plädiert für eine Fortführung der unkonventionellen Maßnahmen der

Europäischen Zentralbank (EZB) zur Marktversorgung mit Liquidität.

Quelle: ntv.de, rts