Wirtschaft

Britische Notenbank hat ein Problem Investoren spekulieren mit dem Pfund

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Erlebt derzeit einen Höhenflug: das britische Pfund.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Die britische Wirtschaft wächst wieder. Gleichzeitig wertet aber auch das Pfund auf, erreicht teilweise Fünfjahreshochs gegenüber anderen großen Währungen. Das bringt die Notenbank in Bedrängnis.

Das starke Pfund ruft die britische Notenbank auf den Plan. Der wirtschaftliche Aufschwung könne bei einer weiteren "substanziellen Aufwertung" der Landeswährung Schaden nehmen, warnte die Bank of England (BoE) in den Protokollen der jüngsten Zinssitzung von Anfang Dezember. Das Pfund ist zu anderen großen Währungen auf den höchsten Kurs seit fast fünf Jahren gestiegen. Der Rückgang der britischen Arbeitslosenquote auf ein Viereinhalbjahrestief verlieh ihm trotz der Warnung der Währungshüter nun noch einen Zusatzschub.

Die Arbeitslosenquote ging in den drei Monaten zum Oktober auf 7,4 Prozent zurück. Analysten hatten mit einem unveränderten Wert von 7,6 Prozent gerechnet. Die BoE will die Leitzinsen erst dann wieder anheben, wenn die Quote auf mindestens 7 Prozent gesunken ist.

Investoren spekulieren

Notenbank-Chef Mark Carney hatte jedoch erst jüngst wieder betont, dass damit kein Automatismus verbunden sei. Die BoE werde die lockere Geldpolitik zur Unterstützung der Konjunktur erst dann zurückfahren, wenn sich die Wirtschaft nachhaltig erhole.

Trotz dieses Bekenntnisses bleiben die Anleger an den Finanzmärkten aber auf der Hut: Die Stärke des Pfunds ist auch auf Spekulationen vieler Investoren zurückzuführen, dass die BoE wegen des Aufschwungs als eine der ersten Notenbanken weltweit die geldpolitischen Zügel wieder anziehen könnte.

Quelle: n-tv.de, bad/rts

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