Wirtschaft

Trotz Umsatzeinbußen: Prognose steht Kuka zeigt deutliche Bremsspuren

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An ihrer Prognose für das Gesamtjahr halten die Augsburger fest.

(Foto: picture alliance / dpa)

An seinen starken Jahresauftakt kann der Roboter- und Anlagenbauer Kuka nicht anknüpfen: Umsatz und Nachsteuerergebnis enttäuschen. Dank einer Übernahme und der kräftigen Nachfrage aus Übersee brummt aber der Auftragseingang, so dass die Jahresprognose sitzt.

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Der Roboter- und Anlagenbauer kann sein rasantes Wachstumstempo vom Jahresanfang nicht mehr halten. Beim Auftragseingang hat das MDax-Unternehmen zwar im zweiten Quartal noch positiv überrascht, aber der Zuwachs resultierte vor allem aus dem Zukauf des Anlagenbaugeschäfts des US-Konzerns Utica im April. Beim Ergebnis nach Steuern und dem Umsatz blieb das Unternehmen deutlich unter den Markterwartungen. An seiner Jahresprognose hält der Konzern dennoch fest. Die Enttäuschung am Finanzmarkt zu überwiegen: Vorbörslich wurde die Aktie etwas leichter bewertet als noch am Vortag.

Dank der Erstkonsolidierung von Utica, die rund 40 Millionen Euro zu den Auftragseingängen beisteuerte, stieg das Volumen der neuen Orders um 3,8 Prozent auf 525,4 Millionen Euro. Hier hatten Analysten nur mit 508 Millionen Euro gerechnet. Ohne die Akquisition hätte Kuka nur das Niveau des Vorquartals von rund 483 Millionen Euro erreicht.

Im Nordamerika-Geschäft läuft es auch weiterhin gut. Mit einem Großauftrag eines Autoherstellers in den USA über mehr als 250 Millionen US-Dollar hat Kuka eine strategisch wichtige Order an Land gezogen. Der Auftrag läuft über drei Jahre und zählt nach Unternehmensangaben zu den größten Lieferprogrammen, die Kuka Systems bislang in Nordamerika übernommen hat. "Dieser Auftrag bestätigt unsere Strategie, Kuka global zu diversifizieren und zielgerichtet in die wachsende US-Volkswirtschaft zu investieren", sagte Vorstandschef Till Reuter.

Umsatz und Nachsteuerergebnis enttäuschen

Der Umsatz sank von Mai bis Juni um 2,5 Prozent auf 437,5 Millionen Euro. Analysten hatten sich zwar auf rückläufige Erlöse eingestellt, allerdings nicht in diesem Ausmaß. Auch beim Ergebnis nach Steuern und Dritten enttäuschte das Unternehmen. Mit 12,5 Millionen Euro hatte es unterm Strich 15,5 Prozent weniger in der Kasse als noch vor einem Jahr. Hier war am Markt ein deutlicher Ergebnisanstieg erwartet worden.

An ihrer Prognose für das Gesamtjahr halten die Augsburger fest. Sie wollen weiterhin einen Umsatz von rund 1,8 Milliarden Euro schaffen und damit 60 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Die Vorsteuermarge soll auf 6,5 von 6,3 Prozent steigen. Nachfrageimpulse sollen vor allem aus Asien sowie Nord- und Südamerika kommen. Mit Rückenwind aus Europa rechnet das Unternehmen nicht - im Gegenteil: Das Europa-Geschäft soll sich volatil entwickeln und dämpfend wirken.

Quelle: n-tv.de, DJ

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