Wirtschaft

Neue Prognose geschenkt, Gewinneinbruch Kurs von K+S sackt wieder ab

Nach dem Kursdebakel Anfang August und der Bodenbildung im Anschluss rücken die Titel des Dax-Konzerns erneut in den Blick der Anleger. Das Unternehmen meldet einen Umsatz- und Ergebniseinbruch. Für Enttäuschen bei den Anlegern sorgt aber, dass Konzernchef Steiner noch keinen Ausblick wagt.

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Nach den Turbulenzen der vergangenen Wochen wartet der Düngemittel- und Salzhersteller K+S im abgelaufenen Quartal mit einem Gewinneinbruch auf - und schickt den Aktienkurs erneut in die Tiefe. Verluste von fast 3 Prozent machen die Papiere zum größten Verlierer im Leitindex Dax.

Unter anderem wegen geringerer Preise für Kali- und Magnesiumprodukte verdiente der Dax-Konzern nach eigene n Angaben mit 162,6 Mio. Euro ein Viertel weniger als im Vorjahreszeitraum. Analysten hatten beim Betriebsgewinn (Ebit) im Schnitt mit 165 Mio. Euro gerechnet. Unter dem Strich steht ein bereinigter Gewinn von 105,9 Mio. Euro - ein Rückgang von knapp 30 Prozent. K+S setzte von April bis Juni 874,5 Mio. Euro um - ein Minus von 12,2 Prozent.

"Die Zahlen zum 2. Quartal sind in Ordnung, aber das zählt nicht wirklich, wenn der Markt lediglich über die zukünftige Aufteilung des Düngemittelmarkts spekuliert", schrieb Equinet-Analyst Michael Schaefer. Von daher warteten Investoren nun auf Details des Managements zu den Umsatz- und Preis-Erwartungen im Kaligeschäft.

Noch keine neue Prognose

Wegen der jüngsten Turbulenzen in der Kalibranche hatte Konzernchef Norbert Steiner erst vor einer Woche die Geschäftsziele für dieses Jahr gekippt. Eine neue Prognose für das Gesamtjahr wagte Steiner nicht. K+S bekräftigte aber, das große Minenprojekt in Kanada schreite planmäßig voran.

Die Kündigung der russisch-weißrussischen Kali-Allianz durch den russischen Konzern Uralkali hatte Ende Juli für ein Erdbeben im globalen Düngemittel-Markt gesorgt. Uralkali-Chef Wladislaw Baumgertner hatte stark fallende Kali-Preise prognistiziert. Daraufhin waren die Kurse der großen Kali-Produzenten weltweit in den Keller gestürzt.

Quelle: n-tv.de, bad/dpa/rts

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