Wirtschaft

Die Horrorjahre sind vorbei LBBW erwartet schwarze Null

Die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) verlässt nach Lage der Dinge noch in diesem Jahr den roten Bereich. Der Aufsichtsrat rechnet im besten Falle sogar einen kleinen Gewinn. Die LBBW befindet sich derzeit in der Umstrukturierung. Sie soll eine Aktiengesellschaft werden.

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(Foto: picture alliance / dpa)

Die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) kommt nach zwei verlustreichen Jahren 2010 aus den roten Zahlen heraus. "Wir erwarten dieses Jahr eine schwarze Null oder, wenn es besonders gut läuft, sogar einen leichten Überschuss", hieß es aus dem Umfeld des Aufsichtsrats der größten deutschen Landesbank. Im kommenden Jahr sei dann mit ordentlichen Gewinnen zu rechnen. Auch die LBBW profitiere vom Wirtschaftsaufschwung; so laufe das normale Kreditgeschäft hervorragend.

Die LBBW hatte in den vergangenen zwei Jahren Milliardenverluste verkraften müssen. Im ersten Halbjahr 2010 stand noch ein Minus von 290 Millionen Euro.

Der neue LBBW-Aufsichtsratschef Hans Wagener wollte sich nach der konstituierenden Sitzung des Kontrollgremiums nicht konkret zur wirtschaftlichen Lage der größten deutschen Landesbank äußern. Die LBBW sei in der Phase der Restrukturierung und Neuausrichtung, lautete der Kommentar des 60-Jährigen. Es sei eine der spannendsten Aufgaben in der deutschen Finanzwirtschaft, die Landesbank auf dem Weg zu einer Aktiengesellschaft zu begleiten.

Mehr externe Experten im Kontrollgremium

Der frühere Deutschland-Chef der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PriceWaterhouseCoopers wurde bei der Sitzung offiziell zum Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt. Stellvertreter wurde Baden- Württembergs Finanzminister Willi Stächele. Als Vorsitzender des Risikoausschusses wurde Peter Schneider, Präsident des Sparkassenverbands Baden-Württemberg, gewählt.

Das Kontrollgremium zählt 21 Mitglieder und ersetzt die bisherigen LBBW-Gremien. Augenfälligste Änderung ist, dass der Aufsichtsrat mit deutlich mehr externen Wirtschaftsexperten besetzt ist. Die Strukturänderung ist Teil der Auflagen der EU-Kommission für einen umfassenden Konzernumbau

Quelle: ntv.de, dpa