Wirtschaft

Börsen-Konsolidierung LSE und Börse Toronto vor Fusion

Nach der Übernahme der Euronext durch die New Yorker Börse geraten auch die Wettbewerber unter Zugzwang. Jetzt wollen sich auch die Wettbewerber in London und Toronto zusammentun und so am Markt prominent positionieren.

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Zu Zweit ist man im wachsenden Wettbewerb häufig besser aufgestellt: Das gilt auch für Börsenplätze

(Foto: REUTERS)

Die Börsen in London (LSE) und Toronto (TMX Group) sind jetzt ebenfalls in die Spur gegangen und arbeiten intensiv an ihren Fusionsabsichten. Die Gespräche seien bereits fortgeschritten, bestätigten beide Börsenbetreiber mit.

Ein Zusammenschluss "unter Gleichen" würde in Zeiten steigender Rohstoffpreise ein Börsenschwergewicht hervorbringen, an dem die weltgrößten Bergbau-Unternehmen notiert sind. Der fusionierte Konzern würde einen Hauptsitz in London und einen in Toronto haben. Sowohl Großbritannien als auch Kanada könnten über ihre Aufsichtsbehörden die neue Börse überwachen. Die Führungsriege des neuen Konzerns solle sich aus Spitzenkräften beider Unternehmen zusammensetzen. Toronto verfügt über eine Marktkapitalisierung von rund 3,0 Mrd. US-Dollar, LSE über 3,94 Mrd. US-Dollar.

Die geplante Transaktion würde zwei Börsen zusammenführen, die im Bereich von Listings von Bergbau- und Rohstoffkonzernen stark aufgestellt sind. An der London Stock Exchange (LSE) sind einige der größten Bergbaukonzerne der Welt wie Rio Tinto und Xstra gelistet. Die Toronto Stock Exchange beherbergt die größten Gold-Konzerne sowie Tausender kleinerer Bergwerke und gilt als herausragender Platz, um Kapital für Explorationen einzusammeln. Zudem fällt die Fusion in eine Zeit, in der die Preise für Rohstoffe - von Öl über Kupfer bis zu Düngemitteln - steigen und die Nachfrage aus Schwellenländern wie China, Indien und Brasilien zunimmt. Die Übernahme würde auch die Konsolidierung in der Branche vorantreiben.

Die britische LSE und die kanadische TMX Group waren unter Druck geraten, nachdem die New York Stock Exchange (NYSE) und 2007 die Euronext übernommen hatte. Die Euronext betreibt die Aktienmärkte in Paris, Brüssel, Amsterdam und Lissabon. Zur LSE gehört bereits die italienische Börse Italiana.

Quelle: ntv.de, ddi/rts/DJ

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