Wirtschaft

Naive Kunden als Gehilfen Mehr Geldwäsche-Fälle

Banken melden wieder häufiger Fälle von Geldwäsche. Die Zahl der Verdachtsanzeigen sei in diesem Jahr gestiegen, berichtete der "Spiegel" unter Berufung auf das Bundeskriminalamt (BKA).

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BKA-Gebäude in Berlin.

(Foto: picture-alliance/ dpa/dpaweb)

2008 habe es dagegen noch einen Rückgang der Anzeigen um knapp ein Fünftel gegeben.

Gemeldet würden vor allem Aktivitäten krimineller Banden. Diese würden naive Bankkunden als Gehilfen für dubiose Transaktionen anwerben - etwa durch Massen-Mails, in denen für Hilfsaktionen für Katastrophenopfer geworben werde. Diese zielten darauf ab, "Personen zu finden, die nicht wissen, dass sie durch Geldüberweisungen zu angeblich sozialen oder humanitären Zwecken als Finanzagent missbraucht werden", wird das BKA zitiert.

Die Verdachtsmeldungen kämen erneut fast ausschließlich von Banken, Rechtsanwälte, Notare, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater würden hingegen kaum Anzeige erstatten, heißt es in dem Bericht. Sie beriefen sich häufig auf das Strafgesetzbuch, das die Verletzung von Privatgeheimnissen untersagt. Das BKA klage zudem über unzureichende Prüfungs- und Kontrollkompetenzen bei Unternehmen, die nicht aus dem Finanzsektor stammten.

Quelle: n-tv.de, rts