Wirtschaft

Kampf um IWF-Spitze Mexiko fordert Lagarde heraus

Mexiko kündigt die Kandidatur seines Zentralbankchefs Carstens für den Posten des Chefs des Internationalen Währungsfonds an. Der IWF ringt um eine Nachfolge für den Franzosen Strauss-Kahn. Als aussichtsreichste Kandidatin gilt die französische Finanzministerin Lagarde.

AP081111023206.jpg

Augustin Carstens und Christine Lagarde.

(Foto: ASSOCIATED PRESS)

Mexiko wird seinen Zentralbank-Chef Augustin Carstens ins Rennen um den Chefposten beim Internationalen Währungsfonds (IWF) schicken. Das mexikanische Finanzministerium teilte mit, dass Carstens offiziell als Kandidat für die Position vorgeschlagen werde. Carstens habe in Mexiko und auf dem internationalen Finanzparkett ausreichende Erfahrungen gesammelt und sei daher der ideale Kandidat für den Posten.

Finanzminister Ernesto Cordero hatte bereits am Donnerstag betont, Carstens wäre der beste Kandidat für die Nachfolge des wegen Vergewaltigungsvorwürfen zurückgetretenen IWF-Chefs Dominique Strauss-Kahn. Carstens war bereits drei Jahre stellvertretender IWF-Chef, bevor er 2006 Finanzminister wurde. Seit Januar 2010 leitet er die mexikanische Notenbank.

Nach dem Rücktritt des Franzosen Strauss-Kahn rütteln führende Schwellenländer wie China und Brasilien an dem traditionellen Anspruch Europas auf den IWF-Chefposten. Auch die mexikanische Regierung hatte öffentlich gefordert, dass die Nationalität bei der Berufung des neuen IWF-Chefs nicht die Hauptrolle spielen sollte. Als Favoritin der Europäer kristallisiert sich zunehmend die französische Finanzministerin Christine Lagarde heraus.

Bis zum 10. Juni können mögliche Kandidaten benannt werden. Bis spätestens Ende Juni soll dann über einen Nachfolger für Strauss-Kahn entschieden werden.

Quelle: n-tv.de, rts/AFP

Mehr zum Thema