Wirtschaft

Kinect ist der Renner Microsoft erspielt Umsatzrekord

Der weltgrößte Softwarekonzern Microsoft feiert mit Hardware Erfolge: Die Bewegungssteuerung Kinect für die Spielekonsole Xbox 360 beschert dem Unternehmen im vergangenen Quartal einen Rekordumsatz. Das Betriebssystem Windows 7 schwächelt hingegen.

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Keine Kabel, keine Knöpfe: Microsofts Bewegungssteuerung Kinect für die Spielekonsole Xbox 360 erkennt Bewegungen des Spielers ohne Controller.

(Foto: AP)

Der weltgrößte Softwarehersteller Microsoft hat die Märkte im vergangenen Quartal mit einem Rekordumsatz überrascht. Die Erlöse stiegen verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um fünf Prozent auf 19,95 Mrd. US-Dollar, Analysten hatten lediglich mit 19,15 Mrd. Dollar gerechnet.

Angetrieben wurde das Umsatzwachstum vor allem durch ein florierendes Geschäft mit der neuen Bewegungssteuerung Kinect für die Spielekonsole Xbox 360. Sie hatte sich nach ihrem Marktstart im November binnen 60 Tagen rund acht Mio. Mal verkauft. "Wir sind begeistert darüber, wie die Kunden unsere Produkte zur Weihnachtszeit angenommen haben", sagte Finanzchef Peter Klein.

Der Softwaregigant profitierte zudem von einem regen Verkauf der neuen Bürosoftware Office 2010 an Firmenkunden. Hier betrug der Anstieg 24 Prozent. Die Zahlen deuteten darauf hin, dass US-Unternehmen nach der Rezession wieder mehr für Technologieprodukte ausgäben. Dagegen schwächelten die Verkäufe von Windows 7 nach dem Boom des damals brandneuen Betriebssystems im Vorjahreszeitraum. Mit inzwischen mehr als 300 Millionen verkauften Lizenzen bleibt Windows 7 aber eine Erfolgsgeschichte.

Kursturbulenzen

Beim Gewinn konnte das in Redmond ansässige Unternehmen ebenfalls die Erwartungen der Analysten übertreffen. Microsoft verdiente 6,63 Mrd. US-Dollar oder 77 Cent je Aktie, Analysten hatten dem Konzern lediglich 68 Cent zugetraut. Im Vorjahr hatte der Konzern noch 6,66 Mrd. Dollar bzw. 74 Cent je Aktie verdiente.

Microsoft
Microsoft 187,20

Microsoft hatte die Zahlen bereits während des Handels an der Wall Street auf seine Internetseite gestellt. Normalerweise gibt das Unternehmen seine Bilanzdaten erst nach Börsenschluss bekannt. Die Aktie ging daraufhin auf Achterbahnfahrt und rettete sich mit einem kleinen Plus von 0,3 Prozent aus dem regulären Handel. Nachbörslich ließ das Papier dann wieder leicht Federn.

Im vergangenen Jahr hatte der Computerkonzern Apple Microsoft als weltgrößten Technologiekonzern gemessen am Marktwert abgelöst.

Quelle: ntv.de, nne/dpa/rts