Wirtschaft

Erfolge auf dünnem Eis Motorola sucht den Anschluss

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Das Razr is back, der Erfolg noch nicht.

(Foto: picture alliance / dpa)

Das Razr reaktiviert, mit Google einen Marktriesen im Rücken, aber trotzdem schafft es Motorola bisher nicht, zu alter Stärke zurückzukehren. Der Jahresstart misslingt. Die Handyverkäufe sinken. Die Übernahme durch Google hängt in der Luft. Einen Lichtblick gibt es allerdings.

Der traditionsreiche Handyhersteller Motorola Mobility kommt nicht auf Touren. Die Verkäufe von Mobiltelefonen haben auch im 1. Quartal geschwächelt; gleichzeitig ist der Verlust gestiegen. Und die milliardenschwere Übernahme durch den Internetkonzern Google hängt in der Luft.

Motorola lieferte in den ersten drei Monaten des Jahres insgesamt 8,9 Millionen mobile Geräte aus, wie das Unternehmen mitteilte. Im Vorjahreszeitraum war der Hersteller noch 9,3 Millionen Handys und Tabletcomputer losgeworden. Der einzige Lichtblick: Motorola setzte mehr der teuren Smartphones ab, weshalb der Umsatz leicht auf 3,1 Mrd. Dollar stieg (2,3 Mrd. Euro).

China prüft noch

Motorola Mobility
Motorola Mobility 173,62

Am Ende half es aber nichts: Der Verlust wuchs von 81 Mio. auf 86 Mio. Dollar an. Motorola steckt seit einiger Zeit in den Miesen. Trotzdem bietet Google 12,5 Mrd. Dollar für das Branchenurgestein - denn Motorola besitzt zahlreiche grundlegende Handy-Patente, mit denen Neueinsteiger Google seinen Vorstoß ins Smartphone-Geschäft absichern könnte.

Die Smartphone-Hersteller werfen sich gegenseitig Ideenklau vor. Die Rede ist mittlerweile von einem regelrechten Patentkrieg. Deutsche Gerichte sind dabei einer der Hauptkriegsschauplätze. Besonders Motorola und Apple streiten sich hierzulande. Motorola setzt auf das von Google entwickelte Betriebssystem Android.

"Wir arbeiten eng mit Google zusammen, um den anvisierten Zusammenschluss im ersten Halbjahr abzuschließen", erklärte Motorola-Chef Sanjay Jha. Während die Kartellwächter in Europa und den USA bereits grünes Licht gegeben haben, zögern die Regulierer in China noch. Sie hatten ihre Prüfung verlängert.

Quelle: ntv.de, dpa