Wirtschaft

E-Plus und Telefonica machen Platz Netzagentur versteigert Frequenzen

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Beobachter rechnen mit einem Milliardenerlös für den Bund.

(Foto: picture alliance / dpa)

Mehr als 20 Jahre alte Funkfrequenzen im Mobilfunk sollen unter den Hammer kommen. E-Plus und Telefónica müssten bei einer Freigabe ihrer geplanten Fusion einige Frequenzen abgeben. Diese sind begehrt - und wohl entsprechend teuer.

Den deutschen Mobilfunkunternehmen steht offenbar ein neues und möglicherweise milliardenschweres Wettbieten um Funkfrequenzen bevor. Geplant sei, das Vergabeverfahren für Frequenzen im Dezember 2014 zu eröffnen, teilte die Bundesnetzagentur mit. Wegen des knappen Angebots und der hohen Nachfrage werde das Spektrum wahrscheinlich wie bei den vorhergehenden beiden Vergabeverfahren in einer Auktion unter den Hammer kommen. Angesichts der komplexen Vorbereitung sei auch ein Beginn im Jahr 2015 nicht ausgeschlossen.

Ganz in trockenen Tüchern ist der Fahrplan indes noch nicht: Die Netzagentur will im Sommer ihre abschließende Meinung abgeben. Bis dahin entscheidet auch die EU-Kommission über den für die Versteigerung wichtigen geplanten Zusammenschluss der beiden Mobilfunker E-Plus und Telefonica Deutschland (o2). Die Brüsseler Kartellprüfung läuft noch bis Mitte Mai.

Ausbau von superschnellem Internet

Experten erwarten, dass die Unternehmen Teile ihrer Frequenzen abgeben müssen, um die Wettbewerbsbedenken der Kommission aus dem Weg zu räumen. Nach Angaben der Netzagentur kontrollieren die Fusionspartner in einem bestimmten Frequenzbereich - dem sogenannten 1800-Megahertz-Band - zusammen zwei Drittel der Kapazitäten. Deshalb sei es wichtig, dass o2 und E-Plus nach einer EU-Zustimmung diese Frequenzen und andere so schnell wie möglich für die Auktion freigeben.

Frequenzen für den Mobilfunk sind knapp und dementsprechend begehrt. Bei der nun geplanten Auktion kommen die sogenannten GSM-Frequenzen unter den Hammer, auf denen seit Anfang der 90er Jahre telefoniert wird. Die Lizenzen laufen bis 2016. Daneben soll auch weiteres Spektrum, das derzeit noch für Fernsehübertragungen genutzt wird, freigeschaufelt werden. Darüber muss sich die Netzagentur aber erst mit den Ländern einigen. Der Bund will mit den Einnahmen der kommenden Versteigerung den Ausbau von superschnellen Internetverbindungen vorantreiben.

Bei der vorerst jüngsten Versteigerung 2010 hatten die Deutsche Telekom, Vodafone, E-Plus und o2 zusammen rund 4,4 Milliarden Euro auf den Tisch gelegt. Beinahe legendär ist die UMTS-Aktion, die Anfang des Jahrtausends mehr als 50 Milliarden Euro in die Bundeskasse spülte.

Quelle: ntv.de, ave/rts

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