Wirtschaft

Widerstand gegen das Megaprojekt Kanalproteste erschüttern Nicaragua

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Anschwellende Protestbewegung: An den wirtschaftlichen Segen des Konkurrenzkanals glauben diese Demonstranten nicht.

(Foto: AP)

Protestkundgebung in Managua: Im Herzen der nicaraguanischen Hauptstadt sammeln sich die Gegner des mit Abstand größten und ehrgeizigsten Bauvorhabens Zentralamerikas. Der Zorn vieler Anwohner richtet sich gegen die Baufirma aus China.

Tausende Menschen haben in Nicaragua gegen den Baubeginn des geplanten Kanalbauprojekts zwischen Atlantik und Pazifik protestiert. Nach Angaben örtlicher Medien nahmen rund 5000 Demonstranten aus dem ganzen Land an den Protesten in der Hauptstadt Managua teil.

Die Gegner des riesigen Infrastrukturvorhabens riefen mit Transparenten zum Rückzug der chinesischen Baufirma HKND auf. Nach Angaben von Sozialverbänden wurden viele zugereiste Bauern an der Teilnahme gehindert. Wer für die Blockade verantwortlich war, blieb zunächst unklar.

Die Bauarbeiten an der geplanten Wasserstraße zwischen Atlantik und Pazifik sollen in den kommenden Tagen beginnen. Der Kanal soll Ende 2019 fertiggestellt werden. Das 50 Milliarden US-Dollar (rund 40 Milliarden Euro) teure Konkurrenzprojekt zum Panamakanal ist in dem mittelamerikanischen Land umstritten. Naturschützer warnen vor Umweltschäden. Anwohner fürchten Enteignungen.

Quelle: n-tv.de, mmo/dpa

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