Wirtschaft

Flyknit gegen Boost Nike lässt Anleger jubeln

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Puh, die Anleger feiern die Quartalszahlen von Nike.

(Foto: REUTERS)

Schwache Geschäfte in China und Japan, dafür ein überraschend starkes Abschneiden auf dem Heimatmarkt: Nike blickt zufrieden auf das abgelaufene Quartal, auch weil man dem großen Konkurrenten Adidas die Show gestohlen hat.

Der US-Sportartikelhersteller Nike hat in seinem 3. Geschäftsquartal dank der guten Nachfrage nach Basketball- und anderer Sportkleidung deutlich mehr verdient als erwartet. In Nordamerika, Westeuropa und den Schwellenländern liefen die Geschäfte gut und kompensierten das etwas schwächere Abschneiden in China und Japan. Der Adidas-Wettbewerber erzielte aus dem fortgeführten Geschäft einen Gewinn je Aktie von 0,73 Dollar, Analysten hatten lediglich mit 0,67 Dollar gerechnet. Die Nike-Aktie reagierte im nachbörslichen Handel mit einem Kurssprung von über 8 Prozent auf die Zahlen.

Beim Umsatz lag Nike im Zeitraum Dezember bis Februar knapp unter der Konsensprognose an Wall Street. Während Analysten dem Sportartikelhersteller Erlöse von 6,23 Mrd. Dollar zugetraut hatten, schaffte Nike 6,19 Mrd. Dollar. Die Bruttomarge verbesserte sich auf 44,2 von 43,9 Prozent, nachdem sie in den vergangenen beiden Jahren rückläufig war.

Nike profitiert seit Jahren von der ständigen Weiterentwicklung des Sortiments an Sportausrüstung. Dabei konnte das Unternehmen auch höhere Preise durchsetzen - ein Trend, der nach Einschätzung von Beobachtern nicht einfach durchzuhalten sein wird.

Zuallererst trendy

Nike setzt aber weiterhin auf Innovationen zur Steigerung der eigenen Einnahmen. So hat das Unternehmen den besonders leichten und anpassungsfähigen Sportschuh Flyknit auf den Markt gebracht. Die Amerikaner konkurrieren dabei - wie in vielen Feldern - mit dem deutschen Verfolger Adidas, der mit seinem Schuh Boost im Rennen ist.

   Bei den Gewinnen können es die Deutschen derzeit aber nicht mit dem US-Konzern aufnehmen. Adidas hatte im Schlussquartal 2012 einen Verlust von 272 Mio. Euro geschrieben. Dabei war es nicht die Kernmarke Adidas, die dem Dax-Konzern Sorgen bereitete. Vielmehr kommt die schon vor Jahren gekaufte US-Tochter Reebok nicht in die Gänge, so dass Adidas hier nun Abschreibungen zu verkraften hatte.

Quelle: ntv.de

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