Wirtschaft

Konzernlenker Vasella geht Novartis wächst erst 2014

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Leichtes Umsatzminus, geringes Gewinnplus: Novartis 2012.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Der Schweizer Pharmakonzern kämpft mit zunehmender Konkurrenz vor allem aus der Generika-Branche. Das Wachstum leidet darunter. Nach Angaben des Konzerns wird sich das auch dieses Jahr nicht ändern. 2013 steht vielmehr unter dem Zeichen des Weggangs des langjährigen Konzern- und Aufsichtsratschefs Vasella.

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Novartis kämpft mit der zunehmenden Generika-Konkurrenz. Der Schweizer Pharmakonzern rechnet erst für das kommende Jahr mit einer Rückkehr zum Wachstum. 2013 werde der Umsatz unter Ausschluss von Wechselkurseinflüssen stagnieren, prognostizierte Novartis. Der um Sonderfaktoren bereinigte operative Gewinn dürfte sogar um einen mittleren einstelligen Prozentbetrag schrumpfen.

Für 2014 und 2015 stellt Novartis einen Anstieg der Verkaufserlöse zumindest um einen mittleren einstelligen Prozentbetrag in Aussicht. Der bereinigte operative Gewinn dürfte stärker als der Umsatz steigen.

Vasella geht

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Vasella verlässt Novartis endgültig.

(Foto: picture alliance / dpa)

Den Kampf gegen die Konkurrenz muss Novartis ohne seinen langjährigen Konzernlenker Daniel Vasella führen, der s ich auf der Hauptversammlung im Februar nicht zur Wiederwahl in den Verwaltungsrat stellt. Vasella prägte das Unternehmen 17 Jahre lang als Vorstandschef und Verwaltungsratspräsident. Sein Nachfolger als Chef des Aufsichtsgremiums soll ab August Jörg Reinhardt werden.

Reinhardt kommt vom deutschen Bayer-Konzern. Davor war er schon als Chief Operating Officer (COO) für Novartis tätig und galt als möglicher Nachfolger Vasellas als Vorstandschef.

Leichtes Plus beim Reingewinn

2012 schloss Novartis mit 9,62 Mrd. Dollar Reingewinn ab. Das sind vier Prozent mehr als ein Jahr zuvor, aber weniger als von Analysten erwartet. Diese hatten im Schnitt 9,91 Mrd. Dollar prognostiziert. Die Aktionäre sollen 2,30 Franken Dividende je Aktie erhalten nach 2,25 Franken im Vorjahr.

Der Nettoumsatz schrumpfte um drei Prozent auf 56,67 Mrd. Doller. Unter Ausschluss von Währungseffekten stagnierten die Umsätze, womit Novartis das angepeilte Ziel erreichte. Im größten Geschäft mit den verschreibungspflichtigen Medikamenten verringerten sich die Verkaufserlöse um ein Prozent auf 32,15 Mrd. Dollar. Umsatzzuwächse bei neuen Präparaten wie der Tablette Gilenya gegen Multiple Sklerose oder den Krebsmitteln Afinitor und Tasigna konnten die Einbußen beim früheren Top-Produkt Diovan nur zum Teil wettmachen.

Novartis legte als erster europäischer Pharmakonzern sein Jahresergebnis vor. Der US-Konkurrent Johnson & Johnson hatte zuvor mit einem verhaltenen Ausblick enttäuscht.

Quelle: ntv.de

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