Wirtschaft

Wall Street macht sich wetterfest Nyse skizziert Notfallplan

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(Foto: dpa)

Supersturm "Sandy" zeigt Wirkung: Erstaunlich spät kommen die Verantwortlichen an der New Yorker Wall Street auf den Gedanken, die Geschäftsabläufe am Aktienmarkt gegen Naturkatastrophen abzusichern. Die mächtige Börsenaufsicht SEC setzt den Betreiber Nyse Euronext unter Druck.

Der New Yorker Börsenbetreiber Nyse Euronext bereitet einem Medienbericht zufolge für den Fall einer erneuten Naturkatastrophe einen Krisenplan vor.

In der kommenden Woche wolle die Nyse Euronext der US-Börsenaufsicht ihr Vorhaben vorstellen, berichtet das "Wall Street Journal" (WSJ) unter Berufung auf nicht näher benannte Quellen.

Diesen Angaben zufolge soll bei einem katastrophalen Naturereignis der Handel komplett über die elektronische Plattform Arca abgewickelt werden - und nicht etwa wie bisher komplett ausgesetzt werden.

Handeln, wenn es stürmt und tost

Es wäre das erste Mal in der 221 Jahre alten Geschichte der Börse, dass das Geschäft ohne Parketthändler fortgesetzt würde. Ein Nyse-Sprecher wollte den Bericht nicht kommentieren. Skeptische Beobachter sehen das Vorhaben mit Unbehagen: Sie fürchten die Einführung eines reinen elektronisch Handels durch die Hintertür.

Bisher haben die Händler an der Wall Street allen Widrigkeiten und Katastrophen getrotzt. Wegen des Supersturms "Sandy" im vergangenen Oktober war die Wall Street allerdings gezwungen gewesen, mehrere Tage lang den Handel zu unterbrechen.

Quelle: ntv.de, rts

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