Wirtschaft

"Nicht am Rande des Abgrunds" Orban widerspricht Moody's

Viktor Orban lässt die Kritik der Ratingagentur Moody's an dem Haushaltskurs seiner Regierung nicht auf sich sitzen. Sein Land sei erfolgreich an die Finanzmärkte zurückgekehrt, betont der ungarische Regierungschef.

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Viktor Orban sieht Ungarn auf dem richtigen Weg.

(Foto: dpa)

Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban hat die Zweifel der Ratingagentur Moody's an den Wachstumsprognosen seiner Regierung zurückgewiesen. "Die Wirtschaftsfakten sind sehr vertrauenerweckend", betonte der konservative Politiker nach einem Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin.

Er sei sicher, dass die Umstellung auf eine Flatrate-Besteuerung von 16 Prozent für Unternehmen eine Revitalisierung der Wirtschaft bringe. Ein Moody's-Analyst hat die offizielle Wachstumsprognose von bis zu sechs Prozent in den kommenden Jahren als zu optimistisch bezeichnet. Im Dezember war die Kreditwürdigkeit des Landes von Moody's herabgestuft worden.

Orban betonte dagegen, dass Ungarn anders als vor einem Jahr nicht mehr am "Rande des Abgrunds" stehe, sondern erfolgreich an die Finanzmärkte zurückgekehrt sei. "Das ist die sicherste Wertbeurteilung einer Wirtschaftspolitik, die es geben kann", betonte er.

Erst am Mittwoch hatte das Land erfolgreich eine siebenjährige Euro-Anleihe über eine Milliarde Euro platziert.

Quelle: ntv.de, rts

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