Wirtschaft

Banken schreien nach Geld Portugal gibt Milliarden

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Portugals Banken sind in einer Finanzklemme.

(Foto: dpa)

Trotz enormer Reformbemühungen findet Portugal nicht aus dem Tal der Tränen. Die Regierung in Lissabon muss ihren notleidenden Banken unter die Arme greifen. Für drei angeschlagene Geldinstitute stellt sie mehr als 6,5 Milliarden Euro bereit. Davon kommen 5 Milliarden Euro aus dem EU-Rettungspaket für Portugal, das vor Monaten geschnürt worden ist.

Das krisengeschüttelte Portugal greift seinen unter wachsenden Kreditausfällen leidenden Banken unter die Arme. Die konservative Regierung von Ministerpräsident Pedro Passos Coelho will nach eigenen Angaben drei der größten Institute des Landes mit einer Finanzspritze von bis zu 6,65 Milliarden Euro unterstützen.

Die staatlich kontrollierte Caixa Geral de Depositos soll 1,65 Milliarden Euro erhalten, bis zu 3,5 Milliarden Euro sollen an den Banco Comercial Portugues (BCP) und 1,5 Milliarden Euro an den Banco BPI vergeben werden, wie das Finanzministerium mitteilte. Der Großteil der Mittel für die Rekapitalisierung, rund 5 Milliarden Euro, komme aus einer Bankenunterstützungsfazilität, die im Zuge der Rettung Portugals für 78 Milliarden Euro angelegt worden sei.

Der Staat erhalte im Gegenzug für die Finanzspritze Wandelanleihen von BCP und BPI, teilten die beiden Banken mit. BCP will im Rahmen einer Kapitalerhöhung später 500 Millionen Euro aufbringen, BPI 200 Millionen. Damit wollen die Institute einen Teil der Steuergelder wieder zurückzahlen. BCP und BPI hatten bereits angekündigt, den Staat um Hilfe zu bitten.

Das Finanzministerium ist nach eigenen Angaben bereit, auch anderen Banken aus einer Finanzklemme zu helfen.

Quelle: n-tv.de, DJ

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