Wirtschaft

Fragezeichen nach Italien-Wahl Ratingagenturen sind uneins

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Die Wahlschlacht ist geschlagen. Das Ergebnis sorgt auf den Märkten für Unruhe.

(Foto: REUTERS)

Sorgt das italienische Wahlergebnis für weiteren Ärger? Die Ratingagentur Moody's fasst bereits eine Herabstufung des Euro-Landes ins Auge. Bei ihr hat Italien derzeit die Note "Baa2". Standard & Poor's sieht dagegen noch keinen Handlungsbedarf.

Wegen der instabilen politischen Lage in Italien droht dem Euro-Land eine Herabstufung. Die Ratingagentur Moody's teilte mit, der Ausgang der Wahl wirke sich negativ auf die Kreditwürdigkeit aus, weil Neuwahlen und damit eine noch längere Phase der politischen Instabilität im Raum stünden.

Bei weiteren Entwicklungen, die den wirtschaftlichen Aussichten des krisengeschüttelten Landes schadeten oder auf Schwierigkeiten bei der Umsetzung von Reformen hindeuteten, werde Moody's eine Herabstufung der Bonität erwägen, erklärte die Agentur weiter. Moody's bewertet Italien seit Juli 2012 mit "Baa2". Der Ausblick ist negativ.

Zuvor hatte die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) erklärte, die Wahl in Italien habe bislang keinen Einfluss auf die Bonitätsnote des Landes. "Wir sind der Ansicht, dass die politischen Entscheidungen der nächsten Regierung... der wichtigste Faktor für die Kreditwürdigkeit Italiens sein werden", teilte die Agentur mit.

Die Finanzmärkte fürchten wegen der unklaren Machtverhältnisse in Rom ein Wiederaufflammen der Schuldenkrise in der Eurozone. Die italienische Linke will trotz des Patts im Parlament die neue Regierung des Krisenstaates übernehmen und tiefgreifende Reformen durchsetzen.

Quelle: n-tv.de, rts

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