Wirtschaft

Was machen die Großaktionäre? Rhön-Klinikum beginnt Aktienrückkauf

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(Foto: picture alliance / dpa)

Die Klinikbetreiber Rhön-Klinikum löst sich zu Jahresbeginn von gut 40 Einrichtungen. Dafür kassiert das Unternehmen etwa drei Milliarden Euro. Nun will es einen Teil seiner Papiere einziehen und das Grundkapital senken.

Der Krankenhausbetreiber Rhön-Klinikum will in wenigen Tagen mit seinem milliardenschweren Aktienrückkauf beginnen. Die Papiere im Wert von rund 1,7 Milliarden Euro sollten voraussichtlich vom 16. Oktober bis zum 14. November eingezogen werden, teilte die fränkische Klinikkette mit.

Rhön-Klinikum
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Das Amtsgericht Schweinfurt hatte den Hauptversammlungsbeschluss, die Aktien zurückzukaufen und das Grundkapital herabzusetzen, am Freitag ins Handelsregister eingetragen. Ein Aktionär, der gegen diesen Beschluss vorging, zog seine Klage kürzlich zurück.

Rhön verkaufte Anfang des Jahres den Großteil seiner Krankenhäuser für rund drei Milliarden Euro an Fresenius und will einen Teil der Einnahmen über den Aktienrückkauf an seine Eigentümer zurückgeben.

Die Branche wartet gespannt darauf, wie die Rhön-Großaktionäre auf das Rückkaufangebot reagieren. Sollten sie alle Papiere behalten, würde sich ihr Anteil etwa verdoppeln. Der Krankenhauszulieferer B. Braun, der rund 18 Prozent an Rhön besitzt, könnte sogar auf mehr als 30 Prozent kommen und müsste dann ein Übernahmeangebot vorlegen. Weitere Großaktionäre sind Firmengründer Eugen Münch mit 12,5 Prozent und der Konkurrent Asklepios mit mehr als fünf Prozent.

Quelle: n-tv.de, jwu/rts

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