Wirtschaft

"Jetzt wird hier wieder aufgebaut" Russe übernimmt Stralsunder Volkswerft

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Russischer Werften-König: Witali Jussufow übernimmt mit der Volkswerft den dritten von vier großen Schiffsbauern in Mecklenburg-Vorpommern.

(Foto: picture alliance / dpa)

Der russische Unternehmer Witali Jussufow baut seinen Einfluss im deutschen Schiffbau aus. Mit dem Kauf der Stralsunder Volkswerft gehören ihm nun drei von vier Werften in Mecklenburg-Vorpommern.

Die Nordic-Yards-Gruppe hat offiziell die Stralsunder Volkswerft übernommen. Der 34-jährige russische Unternehmer Witali Jussufow besitzt damit nun drei der vier größten Schiffbaubetriebe in Mecklenburg-Vorpommern. Seit 2009 ist Jussufow schon Eigner der Werften in Wismar und Warnemünde, die er nach der Insolvenz der Wadan-Werften für 40 Millionen Euro übernommen hatte.

Mitte Mai hatte der Russe nach monatelangen Verhandlungen den Kaufvertrag mit dem Insolvenzverwalter der Volkswerft Stralsund, Berthold Brinkmann, unterschrieben. Demnach soll Nordic fünf Millionen Euro für die Werft gezahlt haben. Weitere 1,5 Millionen Euro sollen folgen, sobald der Standort Gewinn macht.

500 Beschäftigte bis Ende 2016

Jussufow garantiert in Stralsund die Zahl von 250 Mitarbeitern bis zum Jahresende. Nach den Worten eines Nordic-Sprechers sind davon bereits rund 100 Beschäftigte engagiert. Bis Ende 2016 sollen nach Jussufows Planungen weitere 250 hinzu kommen.

Nordic ist auf den Bau sogenannter Konverter-Plattformen für die Offshore-Windindustrie spezialisiert. Auf der Volkswerft soll zu Wochenbeginn symbolisch die Betriebsstätte von Brinkmann an die Geschäftsführung von Nordic Yards übergeben werden.

Ende August 2012 hatten die P+S-Werften in Stralsund und Wolgast mit rund 1750 Mitarbeitern Insolvenz angemeldet. Für Wolgast war mit der ebenfalls auf den Marineschiffbau spezialisierten Lürssen-Werft aus Bremen bereits im Mai 2013 ein Käufer gefunden worden.

Mit dem Verkauf der Stralsunder Werft an Jussufow soll nach der Zahlungsunfähigkeit nun Ruhe an dem Traditionsstandort einkehren. "Jetzt wird hier wieder aufgebaut", sagte Brinkmann. Es würden neben der Kaufsumme auch Betriebsmittel und Investitionen bereitgestellt.

Quelle: n-tv.de, jwu/dpa

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