Wirtschaft

Verletzungen der Meldepflicht? Schweizer nehmen Commerzbank ins Visier

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"Es entstand kein Schaden oder Umtriebe für die Anleger", so die Commerzbank zu den möglichen Verfehlungen in der Schweiz.

(Foto: picture alliance / dpa)

Der Commerzbank droht Ungemach in der Schweiz. Die Bank ist in Untersuchungen der dortigen Börsenaufsicht verwickelt. Sie drehen sich um "strukturierte Produkte". Laut Commerzbank "entstand kein Schaden für die Anleger".

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Die Schweizer Börsenaufsicht Six Exchange Regulation nimmt die Commerzbank ins Visier. Der Grund ist eine mögliche Verletzung von Meldepflichten. Die Untersuchungen drehen sich um zwei in der Schweiz notierte strukturierte Produkte, bestätigten die Börsenregulierer. Das Kreditinstitut habe möglicherweise zwei Zinsfixierungen verspätet gemeldet.

Allerdings habe die Commerzbank die Zinsen in der betreffenden Periode rechtzeitig und in korrekter Höhe ausgezahlt, betonte die Six Exchange. Bei den betroffenen beiden strukturierten Produkten mit variabler Verzinsung wird der Zins jeweils alle drei Monate für die folgende Periode festgelegt. Insgesamt sind 540 strukturierte Produkte der Commerzbank an der Scoach Schweiz AG notiert.

Die Dauer der Untersuchung ließ die Aufsicht offen. Die Six Exchange Regulation will über den Ausgang des Verfahrens informieren. Für weitere Rückfragen war bei den Schweizern zunächst keiner erreichbar.

Die Commerzbank wies darauf hin, dass die Zinsen in korrekter Höhe und pünktlich bezahlt worden seien. "Es entstand kein Schaden oder Umtriebe für die Anleger. Über die Jahre emittierte die Commerzbank an der Scoach hunderte von strukturierten Produkten, dabei wurden die Meldepflichten der SIX stets eingehalten", so die Commerzbank.

Quelle: n-tv.de, DJ

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