Wirtschaft

Neue Wege der Finanzierung Sechs Städte planen "Ruhr-Anleihe"

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Dortmunder ist eine der sechs beteiligten Kommunen.

(Foto: picture alliance / dpa)

Im notorisch klammen Ruhrgebiet verbünden sich Städte und wollen gemeinsam den Kapitalmarkt anzapfen. Dazu planen sie, einen mittleren dreistelligen Millionenbetrag aufzunehmen. Diese Art der Kommunalfinanzierung findet zunehmend Anhänger.

Sechs Städte aus Nordrhein-Westfalen wollen offenbar neue Wege bei der Kommunalfinanzierung gehen. Wie das "Handelsblatt" unter Berufung auf Finanzkreise berichtet, schließen sich Dortmund, Essen, Herne sowie Solingen, Remscheid und Wuppertal zusammen und planen die bislang größte kommunale Gemeinschaftsanleihe in Deutschland. Insgesamt wollen sie 500 Millionen Euro am Kapitalmarkt aufnehmen.

Bislang hätten sich noch nie so viele Städte für eine gemeinschaftliche Geldaufnahme zusammengetan. Die "Ruhr-Anleihe" soll dem Bericht zufolge eine "mittlere Laufzeit" erhalten. Im vergangenen Jahr hatten Würzburg und Nürnberg eine "Franken-Anleihe" im Volumen von 100 Millionen Euro begeben.

Diese Art der Finanzierung ist eine Reaktion auf die Umbrüche in der Kommunalfinanzierung. So machten neue Regulierungsvorschriften das Kommunalkreditgeschäft für Banken immer unattraktiver. Kommunen erhielten dadurch von weniger Banken als bislang Kreditangebote - zu obendrein schlechteren Konditionen.

Quelle: ntv.de, jwu