Wirtschaft

Kleiner, aber feiner Auftrag Siemens macht Wind in China

Siemens liefert 21 Windkraftanlagen an die Volksrepublik China. Damit schaffen die Münchner den Zugang zum entsprechenden Markt in der zweigrößten Volkswirtschaft der Erde. Der Auftrag für Siemens ist einer der ersten für ein westliches Branchenunternehmen überhaupt.

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Das Thema Windenergie war auch bestimmendes Thema am Siemens-Stand bei der diesjährigen Hannover Messe.

(Foto: picture alliance / dpa)

Siemens hat erstmals einen Auftrag aus China für die Lieferung von Windrädern erhalten. Der Technologiekonzern werde 21 Windenergieanlagen mit einer Leistung von jeweils 2,3 Megawatt für einen Park vor der Küste Chinas liefern, teilte das Dax-Unternehmen mit.

Die Order ist für Siemens verglichen mit Projekten in der Nord- und Ostsee klein, strategisch jedoch von großer Bedeutung. "Dieser Auftrag ist ein wichtiger Meilenstein für unseren Markteintritt in Chinas schnell wachsenden Markt für Windenergie", sagte Siemens-Windenergie-Chef Jens-Peter Saul.

China ist mit einer kumulierten Windkraft-Leistung von fast 45 Gigawatt und einer Wachstumsrate von rund 73 Prozent von 2009 bis 2010 den Angaben zufolge der größte Windenergiemarkt der Welt. Der Auftrag für Siemens von einer Tochter des weltgrößten Windenergie-Projektentwicklers China Longyuan Power Group ist einer der ersten für ein westliches Branchenunternehmen überhaupt. Der Windpark vor der Küste der Provinz Jiangsu im Osten Chinas mit einer Leistung von rund 50 Megawatt soll Ende dieses Jahres den Betrieb aufnehmen.

Die Maschinen und Rotorblätter fertigt Siemens in zwei kürzlich in Betrieb genommenen Werken in Shanghai. Zudem übernimmt der Münchner Konzern für fünf Jahre den Service und die Instandhaltung der Anlagen.

Zum Volumen des Auftrags wollte sich der Konzern nicht äußern. Das Windenergie-Geschäft gehört zum sogenannten Umweltportfolio von Siemens, mit dem der Konzern im vergangenen Jahr einen Umsatz von 28 Milliarden Euro einfuhr.

Quelle: ntv.de, rts