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STMicro weitet Verluste aus TI verzückt die Anleger

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Taschenrechner gehören zum Sortiment von Texas Instruments.

Texas Instruments profitiert immer mehr davon sich aus dem wettbewerbsintensiven Markt für Smartphone- und Tablet-Chips verabschiedet zu haben. Die jüngsten Quartalszahlen machen das deutlich. Beim europäischen Konkurrenten STMicro sieht das ganz anders aus.

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Der Chiphersteller Texas Instruments hat im 2. Quartal die Erwartungen der Analysten übertroffen und zudem einen optimistischen Ausblick gegeben. Das Unternehmen vermeldete für den Berichtszeitraum zwar einen Umsatzrückgang von 8 Prozent auf 3,05 Mrd. Dollar, übertraf aber mit einem Gewinn je Aktie von 0,58 Dollar klar die Erwartungen der Analysten, die mit 0,41 Dollar gerechnet hatten. Allerdings schloss der Gewinn je Aktie einen Einmaleffekt von 0,16 Dollar durch einen Anteilsverkauf ein. Die Bruttomarge erhöhte sich auf 51,5 Prozent von 49,5 im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Der Infineon-Konkurrent selbst hatte für das zweite Quartal einen Gewinn zwischen 0,39 und 0,43 Dollar und einen Umsatz von 2,99 bis 3,11 Mrd. Dollar in Aussicht gestellt. Für das laufende Quartal erwartet der Konzern einen Umsatz zwischen 3,09 und 3,35 Mrd. Dollar und einen Gewinn je Aktie von 0,49 bis 0,57 Dollar. Dies ergibt im Mittel 3,22 Mrd. Dollar bzw. 0,53 Dollar je Aktie, was über den Prognosen der Analysten von 3,2 Milliarden Dollar und 0,51 Dollar je Aktie liegt. Die Aktie von Texas Instruments kletterte im nachbörslichen Handel um 1,6 Prozent auf 38 Dollar.

Texas Instruments war im vergangenen Jahr aus dem Chip-Markt für mobile Endgeräte ausgestiegen. Wie viele Wettbewerber auch hatte der Konzern den Boom bei Tablet-PC und Smartphones zunächst verschlafen und versuchte fieberhaft gegenzusteuern. Doch zu hoch war der Wettbewerbsdruck, zudem bauen große Unternehmen wie Apple oder Samsung ihre Chips zunehmend selbst. Stattdessen konzentriert sich der Konzern nun auf integrierte Prozessoren, die beispielsweise in Autos oder Industrieausrüstungen zum Einsatz kommen. In diesen Bereichen läuft es für Texas Instruments besser.

Auch bei dem deutschen Rivalen Infineon geht es aufwärts. Der Halbleiterhersteller hatte sich nach einem guten 2. Quartal höhere Ziele gesetzt und die Investoren überzeugt. Ob diese Entwicklung anhält, erfahren Anleger Ende Juli. Dann legen die Münchener ihren Bericht für das 3. Quartal des Geschäftsjahres vor.

STMicro bleibt tiefrot

Der europäische Chiphersteller STMicroelectronics hat indes auch im 2. Quartal einen Verlust verbucht. Er sei mit 152 Mio. Dollar doppelt so hoch ausgefallen wie im Vorjahreszeitraum, als es 75 Mio. Dollar waren, teilte STMicro mit. Der Umsatz belief sich auf 2,05 Mrd. Dollar nach 2,15 Mrd. Dollar im Vorjahr. Analysten hatten im Schnitt Erlöse in Höhe von 2,07 Mrd. Dollar erwartet.

Als Grund nannte das Unternehmen, das Chips für Autos, Computer und Mobiltelefone herstellt, eine nachlassende Nachfrage im Zusammenhang mit Mobiltelefonen gegen Ende des zweiten Quartals.

Quelle: n-tv.de, DJ

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