Wirtschaft

Jobabbau bei Siemens? Tausende Stellen in Gefahr

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Das angekündigte Sparprogramm sorgt für Unruhe.

(Foto: picture alliance / dpa)

Bei Siemens droht möglicherweise tausenden Mitarbeitern der Jobverlust. Medienberichten zufolge geht es beim für den Herbst angekündigten Sparprogramm unweigerlich um einen Stellenabbau. Der Konzern kommentiert die Gerüchte nicht.

Siemens erwägt einem Zeitungsbericht zufolge den Abbau Tausender Stellen. Es gebe entsprechende Vorüberlegungen für das im Juli angekündigte Sparprogramm, berichtete die "Börsen-Zeitung". Festlegungen werde es voraussichtlich im Oktober oder November geben. Ein Siemens-Sprecher wollte sich nicht näher zu dem Bericht äußern und verwies auf die Aussagen von Konzernchef Peter Löscher zum Thema Kosteneinsparungen.

Bei der Vorlage der Quartalszahlen im Juli hatte Löscher Belegschaft und Investoren auf schlechtere Zeiten eingestimmt und das Jahresziel von mindestens 5,2 Mrd. Euro Gewinn aus dem fortgeführtem Geschäft unter Vorbehalt gestellt: "Angesichts des verschlechterten Umfelds ist es schwieriger geworden, unsere Prognose für das Geschäftsjahr zu erreichen." Löscher kündigte damals für den Herbst ein Programm an, mit dem der Konzern auf geringere Kosten und mehr Effizienz getrimmt werden soll. Fragen nach einem bevorstehenden Stellenabbau ließ der Vorstandschef offen. Dem Bericht zufolge gehört der Abbau von Arbeitsplätzen als fester Bestandteil zu den Überlegungen zum Sparprogramm. Siemens beschäftigt weltweit rund 410.000 Menschen, davon 129.000 in Deutschland.

Bei Siemens war der Auftragseingang zuletzt zurückgegangen, vor allem in China und Europa. Großprojekte wie Kraftwerksbauten oder große Zugaufträge blieben aus. Die Investitionszurückhaltung der Kunden nehme zu, der Konzern spüre vor allem in den industriellen kurzzyklischen Geschäften stärkeren konjunkturellen Gegenwind, hieß es im Juli.

Quelle: n-tv.de, rts

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