Wirtschaft
Mittwoch, 02. Februar 2011

Flimmerkiste statt Leinwand: Time Warner sieht gern fern

Trotz Kinoerfolgen wie "Inception" oder "Harry Potter" und Stars wie Christian Bale oder Emma Watson: Fernsehen bleibt für den US-Medienkonzern Time Warner die Goldgrube schlechthin. Der Gewinn klettert vor allem dank der HBO-Bezahlsender im abgelaufenen Quartal um mehr als 20 Prozent.

Emma Watson verzaubert die Kinozuschauer. Time Warner steht aber mehr auf Fernsehen.
Emma Watson verzaubert die Kinozuschauer. Time Warner steht aber mehr auf Fernsehen.(Foto: Reuters)

Time Warner schaut gern in die Röhre: Höhere Werbeeinnahmen sowie die Abogebühren für die beliebten HBO-Bezahlsender ließen den Umsatz im Schlussquartal um 8 Prozent auf 7,8 Mrd. Dollar steigen. Der Gewinn legte unterm Strich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 22 Prozent auf 769 Mio. Dollar zu, wie das Unternehmen mitteilte.

"Für 2011 sind wir noch zuversichtlicher. Und wir werden noch aggressiver sein", sagte Firmenchef Jeff Bewkes. Er kündigte an, dass Time Warner mehr Geld in neue Produktionen und in die Vermarktung seiner Programme stecken werde. Auch das digitale Geschäft will er ausbauen.

Anleger werden belohnt

Der Konzernchef versprach für das laufende Jahr einen noch besseren Gewinn. Die Anteilseigner beteiligt Bewkes mit einer höheren Dividende und einem auf 5 Mrd. Dollar aufgestockten Aktienrückkauf am Erfolg.

Zum Konzern gehören unter anderem das Filmstudio Warner Brothers, der TV-Nachrichtensender CNN sowie die Spielfilm- und Serienkanäle von HBO. Mit dem Time-Verlag ist das Unternehmen im Zeitschriften-Geschäft aktiv und verlegt unter anderem "Sports Illustrated" sowie das Klatschmagazin "People". Vom Kabel- und Internetgeschäft (AOL) hat sich der Konzern zwischenzeitlich getrennt.

Die Medienkonzerne hatten zuletzt reihum von gestiegenen Werbeeinnahmen profitiert. Nach Börsenschluss in New York um 22.30 Uhr deutscher Zeit legt die News Corp. von Medienmogul Rupert Murdoch ihre Bilanz vor, am Donnerstag folgt die MTV-Mutter Viacom und am Dienstag nächster Woche Branchenprimus Walt Disney. Heißestes Thema in der Branche ist derzeit das mobile Internet, das mit dem Tablet-Computer Apple iPad in den Fokus gerückt ist und für das News Corp. eine eigene Zeitung gestartet hat.

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Quelle: n-tv.de