Wirtschaft

Treuhänder will noch mehr GeldUBS soll für Madoff büßen

08.12.2010, 07:27 Uhr

Die Schweizer Bank UBS ist mit einer neuen Forderung im Zusammenhang mit dem Schneeballsystem des US-Börsenmaklers Madoff konfrontiert. Insolvenzverwalter Picard fordert zusätzlich 555 Millionen Dollar wegen weiterer 26 Fälle von angeblichem Finanzbetrug und Fehlverhalten der UBS.

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Bernard Madoff (Foto: picture-alliance/ dpa)

Im Zusammenhang mit der Mrd.-Pleite des amerikanischen Finanzjongleurs Bernard Madoff kommt auf die Schweizer Großbank UBS eine weitere Klage zu. Der Treuhänder für Madoffs Finanzfirma, Irving Picard, reichte bei einem New Yorker Gericht eine zweite Schadenersatzklage über 555 Mio. US-Dollar ein, wie er mitteilen ließ. Bereits am 24. November hatte Picard die Schweizer Bank auf zwei Mrd. US-Dollar Schadenersatz verklagt.

Picard wirft UBS und anderen großen Banken wie etwa der britischen HSBC vor, sie hätten das betrügerische Vorgehen Madoffs gekannt oder kennen müssen und müssten deshalb für die Verluste von Madoff-Investoren aufkommen. UBS hatte die erste Klage von Ende November als grundlos zurückgewiesen.

Madoff hatte ein Schneeball-System betrieben, in dem aus neu zugeflossenen Geldern scheinbare Gewinne an Investoren ausgezahlt wurden ohne dass tatsächlich Investitionen getätigt wurden. Madoff wurde von einem New Yorker Gericht zu 150 Jahren Haft verurteilt. Nach Überzeugung der Richter hatte er Anleger um insgesamt 65 Mrd. US-Dollar betrogen.

Quelle: rts/DJ