Wirtschaft

Wechselkurs-Betrug US-Bank angeklagt

Die Bank BNY Mellon hat großen Ärger mit der Justiz. Das New Yorker Geldinstitut soll Kunden über einen längeren Zeitraum bei Devisengeschäften getäuscht haben. Zu den Betrogenen gehören viele bekannte Firmen wie beispielsweise Microsoft und Walt Disney.

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(Foto: REUTERS)

Wegen Milliardenbetrugs hat die New Yorker Staatsanwaltschaft Klagen gegen die Bank BNY Mellon eingereicht. Dem US-Institut werde vorgeworfen, Kunden über zehn Jahre lang bei Devisengeschäften getäuscht zu haben, teilten Manhattans Staatsanwalt Preet Bharara und der New Yorker Generalstaatsanwalt Eric Schneiderman in getrennten Erklärungen mit.

Schneiderman will demnach für die Geschädigten fast zwei Milliarden Dollar eintreiben. Zu den betrogenen BNY-Mellon-Kunden gehörten viele bekannte Firmen wie beispielsweise Microsoft und Walt Disney sowie Pensionsfonds und Regierungsorganisationen.  

BNY Mellon hat den Klagen zufolge ihre Kunden bei Wechselkursen in die Irre geführt, die bei bestimmten Devisengeschäften zugrundegelegt wurden. Die Bank habe den bestmöglichen Wechselkurs versprochen, bei den Transaktionen tatsächlich aber einen schlechteren geltend gemacht. Die Differenz habe die Bank dann für sich verbucht.    

Ein Sprecher der BNY Mellon wies die Vorwürfe zurück und erklärte, sie beruhten auf einem generellen Missverständnis des Devisenmarktes und der Rolle von Depotbanken.

Quelle: n-tv.de, rts

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23.04.09